PRIF@Schule-Preis

Logo des PRIF@Schule-Preises: Illustrationen einer Glühlampe und einer Friedenstaube vor einer Weltkugel

Der PRIF@Schule-Preis will alle zwei Jahre zu wechselnden thematischen Schwerpunkten innovative und kreative Arbeiten und Projekte auszeichnen, die sich mit Themen der Friedens- und Konfliktforschung in lokalen, nationalen und internationalen Kontext befassen. Mit dem Wettbewerb möchte PRIF die politische Bildung zu Themen der Friedens- und Konfliktforschung an hessischen Schulen stärken.

Die Ausschreibung für das Schuljahr 2026/27 läuft unter dem Titel “Mission (im)possible – Wann ist Frieden gelungen?”. Alle weiteren erklärenden Dokumente und Formulare werden in Kürze freigeschaltet.

Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgt durch eine Jury mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Schule, politischer Bildungsarbeit und zivilgesellschaftlichem Engagement. 

Ausschreibung 2026: Mission (im)possible – Wann ist Frieden gelungen?

Ob in der Ukraine, in Gaza oder im Sudan – an vielen Orten der Welt herrscht Krieg. Menschen werden vertrieben oder erfahren massive Unterdrückung. Die Vereinten Nationen stecken in einer Krise, internationales Recht wird mit den Füßen getreten und Konflikte werden zunehmend militärisch ausgetragen statt im Dialog bearbeitet. Gleichzeitig werden zunehmend die Folgen des Klimawandels immer spürbarer. Kurz: Eine friedliche Welt scheint in weiter Ferne.

Doch ist das wirklich unmöglich? Welche Möglichkeiten gibt es, die Welt im Großen oder im Kleinen (wieder) zu einem friedlicheren Ort zu machen? Und welche Bedingungen braucht es dafür?

Das wollen wir von euch wissen! Für den PRIF@Schule-Preis 2026 lautet eure Aufgabe: Zeigt uns in einem Medienbeitrag, wann Frieden gelungen ist. Unter welchen Umständen? Bei Erfüllung welcher Voraussetzungen? Aber auch: In welchen Situationen ist Frieden tatsächlich einmal erfolgreich gestaltet worden?

Entweder, ihr begebt euch auf die Suche nach positiven Beispielen. Etwa nach Personen, die unter widrigsten Umständen für eine friedlichere Welt kämpfen. Oder nach Situationen, die aussichtlos erschienen, in denen aber ein nachhaltiger Frieden entstanden ist. Nach Projekten, die sich für eine friedlichere Zukunft einsetzen. Dabei ist es egal, ob euer Beispiel aus der Vergangenheit oder der Gegenwart kommt und ob ihr in eurer Nachbarschaft fündig werdet, oder am anderen Ende der Welt. Um auf Frieden hinzuwirken, können sich z.B. Politiker*innen, Aktivist*innen oder Künstler*innen einsetzen, aber auch größere Gruppen oder Initiativen. Und selbst die Mittel, mit denen ein Frieden erreicht wurde, können vielfältig sein.
Wichtig ist, dass es reale Beispiele sind, dass eure Ergebnisse gut recherchiert sind und sie unseren Anforderungen entsprechend aufbereitet sind (mehr dazu im Methodik-Infoblatt). Uns interessiert: Was waren/sind diese ‚Friedensmacher*innen‘ für Menschen und was hat sie angetrieben? Wie haben sie ihr Handeln begründet und was hat es bewirkt? Warum waren Situationen, aus denen Frieden entstanden ist, zunächst aussichtlos und was ist dann passiert? Was war das entscheidende Element, das die Weichen doch noch auf Frieden stellen konnte? Können wir daraus etwas lernen?

Alternativ könnt ihr eure eigene Friedensvision entwerfen! Habt ihr von einer ‚utopischen‘ Friedensvorstellung gehört und wart inspiriert? Oder habt ihr eine eigene Vision im Kopf, mit der das Zusammenleben auf der Welt, in einem einzelnen Land, oder auch in einem spezifischen Ort friedlicher werden könnte? Schwebt euch vielleicht sogar ein konkretes Projekt vor?
Wichtig ist auch hier, dass ihr euch nicht ‚nur‘ etwas ausdenkt, sondern eure Vision begründet und erklärt, warum oder wie sie funktionieren würde. Belegt, warum die von euch vorgeschlagenen Maßnahmen in ihrem spezifischen Kontext sinnvoll sind und zeigt uns eure Vorstellung davon, wann Frieden gelungen ist.

Wir freuen uns auf alle Einreichungen!

Am Anfang eines jeden Projektes steht eine Idee, zu deren Umsetzung oft Materialien und Literatur recherchiert werden müssen. Die meisten Stadt- und Hochschul­bibliotheken stellen nicht nur die benötigte Literatur bereit, sondern bieten auch Schulungen zu Recherche und Informationsnutzung an. Oft werden auch spezielle Formate für Schul­klassen angeboten.

Auch die PRIF-Bibliothek steht allen Schülerinnen und Schülern zur Nutzung offen. Individuelle Bibliotheks­einführungen und Unterstützung bei der Recherche sind normalerweise spontan innerhalb der Öffnungszeiten möglich. Im Online-Bibliothekskatalog des Instituts kann auch vorab schon nach Materialien gesucht werden. Klassen sind ein­geladen, nach Absprache und in kleineren Gruppen die Bibliothek zu besuchen.

Die Ausschreibung des Schulpreises ist eine Initiative des Netzwerks PRIF@Schule.

2022 und 2024 wurde der Preis von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) gefördert.

Kontakt

Yvonne Blum

Yvonne Blum

Laura Friedrich

Laura Friedrich

E-Mail

Bei Interesse oder Rückfragen kontaktieren Sie uns gerne über: schule(at)prif.org

Preisträger*innen

Kategorie Einzelbeitrag

  • Marc Dallmann, Videopräsentation „Die 100-Tage Hölle: Konfliktanalyse Ruanda“
  • Luis Hartenfeller, Podcast „Afghanistan-Konflikt - Entstehung und Verlauf“

Kategorie Gruppenbeitrag

  • Valentina Beyer und Duško Ćibić, Videopräsentation „Israel-Palästina: Eine Konfliktanalyse“
  • Debattierclubs der 10. Klasse der Singbergschule Wölfersheim, Podcast „Hinter den Schlagzeilen - Der Jemenkonflikt“

Kategorie Hausarbeiten

  • 1. Platz: Leon Gutknecht, „Chinas Umgang mit den Uiguren und entsprechende Reaktionen der Weltöffentlichkeit“
  • 2. Platz: Nico Dieter, „Der Fall Venezuelas - Wie können Öleinnahmen nachhaltig genutzt werden?“
  • 2. Platz: Yunus Emre Cakmak, „Jemen - Warum ist der Konflikt so unbekannt?“

Kategorie Projekte

  • 1. Platz: AG Eine Welt des Max-Planck-Gymnasiums Groß-Umstadt, „Podcast: Eine Welt - Partnerschaft zwischen Mekelle Adventist School, Äthiopien, und dem Max-Planck-Gymnasium, Groß-Umstadt, Deutschland“
  • 1. Platz: Klasse 11c des Gymnasiums Philippinum Weilburg, „Regionale jüdische Geschichte erleben - Zivilgesellschaftliches Engagement zur Förderung gesellschaftlichen Friedens und interkultureller Verständigung“

Aktuelles

PRIF-Bibliothek öffnete im Rahmen der Nacht der Bibliotheken ihre Tür
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