Sophia Birchinger absolvierte vom 10. März bis 25. April 2025 einen weiteren Forschungsaufenthalt in Guinea-Bissau. Anschließend an ihre dreimonatige Feldforschung im Jahr 2024, führte sie weitere Feldforschung für ihr Dissertationsprojekt „Wahrnehmungen von Zwang: AU und ECOWAS Interventionen in Gambia and Guinea-Bissau“ durch. Auf Grundlage von Fokusgruppen- und Interviewforschung untersucht sie darin mit einem Bottum-Up-Ansatz, wie Bürger*innen in diesen beiden Ländern die Androhnung und Anwendung von Zwang von afrikanischen Regionalorganisationen im Kontext von Friedensinterventionen erleben. Unterstützt durch die zivilgesellschaftliche Organisation Fórum de Paz, arbeitete Sophia Birchinger vor Ort mit jungen Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus verschiedenen Institutionen zusammen, um in Bissau und darüber hinaus die Fokusgruppen zu organisieren und durchzuführen. Außerdem ist sie am nationalen Forschungsinstitut Instituto Nacional de Estudos e Pesquisa (INEP) und der Universidade Colinas de Boé assoziiert. Ihre Forschung wurde durch ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und PRIF finanziert.
Sophia Birchinger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe „African Intervention Politics“ im Programmbereich Glokale Verflechtungen. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der internationalen Friedensförderung, wobei sie sich insbesondere mit Alltags- und Subjektivierungsprozessen sowie Theorien von Zwang in den internationalen Beziehungen beschäftigt. Konkret beschäftigt sich Sophia Birchinger mit afrikanischen Regionalorganisationen (AU, ECOWAS) sowie (nicht-)militärischen Interventionen innerhalb der afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur.