Rund 20 Stationen für Besucher*innen haben am Samstag beim zweiten Science Festival Frankfurt Wissenschaft für Menschen jeden Alters anschaulich sichtbar gemacht. Auf der Bühne und an Mitmachstationen auf dem Roßmarkt konnten die Gäste die Forschung der Frankfurt Alliance kennenlernen, eines Zusammenschlusses von 16 Forschungseinrichtungen aus der Region Frankfurt/Rhein-Main.
FRANKFURT. Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Frankfurt Alliance das Science Festival auf dem Roßmarkt. An rund 20 barrierearm zugänglichen Stationen erkundeten die Besucher*innen ein begehbares Herz und einen Neutronenstern zum Anfassen, versuchten sich im Programmieren oder errieten Methoden zur Hirnforschung. Weitere Stationen widmeten sich Themen wie Wehrpflicht, Künstlicher Intelligenz beim Vokabellernen und extremistische Emojis auf Social Media; auch die Mathe-Adler und das Taunus-Observatorium stellten ihre Arbeit interaktiv vor. Auf der Bühne präsentierte Stephan Hübner vom Hessischen Rundfunk Talks, Diskussionen und Shows, darunter ein Mentalmagier, ein Science-Musical und ein Trommelworkshop, der Kinder einlud, die Wissenschaft im Rhythmus zu entdecken. Die jüngsten Besucher*innen erkundeten das Festivalgelände bei einer Rallye und sammelten Stempel an den Stationen.
„Wissenschaft lebt vom Austausch – und genau diesen Austausch wollen wir mit unserem Wissenschaftsfestival fördern. Nach der ersten Ausgabe freuen wir uns, erneut zu zeigen, wie vielfältig und relevant Forschung in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet ist. Ob Astrophysik, Medizin, Klima oder gesellschaftliche Fragen: Wissenschaft begegnet uns überall. Unser Festival bringt Forschende und Öffentlichkeit zusammen, macht aktuelle Forschung verständlich und lädt dazu ein, selbst Fragen zu stellen und Neues zu entdecken. Denn Wissenschaft sollte nicht nur hinter den Türen von Universitäten stattfinden, sondern mitten in der Gesellschaft“, sagte der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Dr. Enrico Schleiff, der das Festival für die Frankfurt Alliance gemeinsam mit der Direktorin am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, Prof. Dr. Melanie Wald-Fuhrmann, sowie dem Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Christoph Degen, und dem Frankfurter Planungsdezernenten Prof. Dr. Marcus Gwechenberger eröffnete.
„Das Science Festival zeigt, dass Wissenschaft der Gesellschaft dient und macht Wissenschaft erfahrbar. Forschung ist kein Selbstzweck, auch Grundlagenforschung nicht. Wir werden die großen Fragen unserer Zeit nicht ohne Wissenschaft und Forschung bewältigen können. Wie bewältigen wir den Klimawandel? Wie bleiben wir möglichst lange gesund? Wie beenden wir Kriege? Und wie beheben wir Chancenungerechtigkeiten im Bildungssystem? Der gesellschaftliche Nutzen von Forschung ergibt sich mit dem Transfer in die Gesellschaft und der direkte Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, spielt dabei eine wichtige Rolle. Er stärkt das Vertrauen in die Wissenschaft und ist für eine faktenbasierte Meinungsbildung und Entscheidungsfindung unverzichtbar“, sagt Staatssekretär Degen.
Das Bühnenprogramm wurde zu großen Teile in Gebärden- und Lautsprache gedolmetscht und live transkribiert; Hörunterstützung sowie Hilfsmittel für reizempfindliche Besucher*innen standen am Infopoint bereit.
Die Frankfurt Alliance
Die Frankfurt Alliance entstand 2024 als Zusammenschluss der Goethe-Universität und 15 außeruniversitärer Forschungseinrichtungen aus der Region Frankfurt/Rhein-Main. Das Bündnis umfasst Institute der vier großen Wissenschaftsorganisationen sowie eine Bundeseinrichtung. Die Frankfurt Alliance will durch bessere Vernetzung die wissenschaftliche Zusammenarbeit erleichtern und dazu beitragen, Forschungsthemen besser sichtbar zu machen.
Folgende Institute sind Teil der Frankfurt Alliance:
- ATHENE – Nationales Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit,
- Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung,
- DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation,
- Ernst Strüngmann Institut (ESI) der Max-Planck-Gesellschaft,
- Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP,
- Goethe-Universität Frankfurt,
- GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH / Facility for Antiproton and Ion Research in Europe (FAIR GmbH),
- Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE,
- Max-Planck-Institut für Biophysik,
- Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik,
- Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung,
- Max-Planck-Institut für Hirnforschung,
- Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie,
- Paul-Ehrlich-Institut,
- PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung,
- Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.
Weitere Informationen
frankfurtalliance(at)uni-frankfurt.de
https://frankfurtscience.de/
Die Goethe-Universität ist eine weltoffene Werkstatt der Zukunft mitten in Europa. Sie entstand 1914 als Gründung Frankfurter Bürger und knüpft seit 2008 als Stiftungsuniversität wieder an diese Tradition an: als autonome Bürger*innen-Universität eingebettet in die Stadtgesellschaft und mit einem hohen Maß an gesellschaftlicher Teilhabe und Förderung. Die Goethe-Universität gehört mit mehr als 40.000 Studierenden zu den größten und forschungsstärksten Universitäten Deutschlands und zu den größten Arbeitgebern in Frankfurt.
Die Goethe-Universität ist eine international aufgestellte Volluniversität, die sich durch exzellente Forschungsschwerpunkte in sechs interdisziplinären, fachbereichsübergreifenden Profilbereichen ebenso auszeichnet wie durch die Vielfalt ihrer Fächer in Geistes-, Gesellschafts-, Natur- und Lebenswissenschaften und Medizin. Mit der TU Darmstadt und der Universität Mainz bildet sie das Bündnis Rhein-Main-Universitäten (RMU, https://www.rhein-main-universitaeten.de/). Sie gehört den „German U15“ an, dem Zusammenschluss der 15 forschungsstärksten medizinführenden Universitäten Deutschlands, und bildet zusammen mit 15 außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Rhein-Main-Gebiet das Wissenschaftsnetzwerk „Frankfurt Alliance“. https://www.uni-frankfurt.de/
Herausgeber: Der Präsident der Goethe-Universität
Redaktion: Dr. Phyllis Mania, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13001, Fax 069 798-763-12531, mania(at)physik.uni-frankfurt.de