„Präzise, systematisch und hochrelevant“

Sabiha Ghellal, Matthias Heider und Constantin Winkler stehen vor einer Sponsorenwand. Matthias hält die Trophäe in beiden Händen.

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RadiGaMe bei der Preisverleihung des Deutschen Computerspielpreises mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet

Der Forschungsverbund „RadiGaMe – Radikalisierungs­prozesse auf Gaming Platt­formen und Messenger-Diensten“ wurde beim Deutschen Computer­spiel­preis 2026 mit dem Sonderpreis der Jury für sein Engage­ment in der Extremismus­prävention in digitalen Räumen geehrt. Stell­vertretend für das gesamte Projekt­team nahmen Constantin Winkler und Matthias Heider am 29. April 2026 den Preis in München entgegen.  

Das Verbund­projekt RadiGaMe ist ein inter­disziplinäres Forschungs- und Transfer­vorhaben, welches Radikalisierungs­phänomene auf Kommunikations­plattformen mit Gaming­bezug systematisch unter­sucht und darauf auf­bauend Lösungs­ansätze für Straf­verfolgung, Früh­erkennung sowie präventive Maß­nahmen erarbeitet. Die Jury-Vor­sitzende Prof. Dr. Sabiha Ghellal bezeichnete die Forschung von RadiGaMe in ihrer Laudatio als „präzise, systematisch und hoch­relevant“. Die Jury hob die inter­disziplinäre Zusammen­arbeit des Forschungs­verbunds hervor und lobte, dass in der kritischen Forschung von RadiGaMe Gaming nicht verteufelt, sondern als wichtige Lebens­welt anerkannt wird.

Der Deutsche Computerspiel­preis (DCP) ist der wichtigste Preis für die deutsche Games-Branche und wird seit 2009 verliehen. Mit dem DCP zeichnet die Bundes­regierung, vertreten durch das Bundes­ministerium für Forschung, Technologie und Raum­fahrt (BMFTR), gemeinsam mit dem game – Verband der deutschen Games-Branche die besten Computer- und Videos­piele des Jahres aus Deutsch­land aus. 

Der RadiGaMe-Forschungs­verbund wird vom BMFTR im Rahmen der Förder­maßnahmen Zivile Sicher­heit – Bedrohungen im digitalen Raum mit einer Laufzeit von 2023 bis 2026 gefördert. Am PRIF haben Linda Schlegel und Julian Junk die Projektleitung inne.