Jonas Schaaf

Doctoral Researcher

​Jonas Schaaf ist Doctoral Researcher am Programm­bereich Glokale Verflecht­ungen. Er forscht zu afrikanischen Regional­organisationen, deren nicht-militärischen Konflikt­inter­ventionen sowie dem deutschen Engage­ment im Sahel.​ 

CV

| seit 2022 
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenz­netzwerk „African Non-Military Conflict Inter­vention Practices“ am PRIF (bis 2023 HSFK) 

| 2021 
Postgraduierten­studium „Inter­nationale Zusammen­arbeit für nach­haltige Entwicklung“ am Seminar für Länd­liche Entwicklung, Humboldt-Universität zu Berlin 

| 2017–2020 
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geo­graphie, Justus-Liebig-Universität Gießen 

| 2013–2017 
Studium der Geo­graphie (M.Sc.) an der Justus-Liebig-Universität Gießen 

| 2013–2014 
Praktikum am Centre for Environ­mental Manage­ment, Potchefstroom, Südafrika 

| 2010–2013 
Studium der Geo­graphie (B.Sc.) an der Justus-Liebig-Universität Gießen 

Dissertation

Die Vision der Afrika­nischen Union (AU) – „An integrated, prosperous and peaceful Africa, driven by its own citizens […]“ – sowie das Leitbild der West­afrikanischen Wirtschafts­gemeinschaft (ECOWAS) – „From an ECOWAS of States to an ECOWAS of Peoples“ sugge­rieren inklusive Entwicklungs­prozesse und -ziele der beiden Organisationen. Dies wird als die Absicht gewertet, ihre Gover­nance-Prozesse auf die Norm einer „people-centric gover­nance“ auszurichten. Als zentrale Akteure der African Peace and Security Architecture (APSA) können beide Organi­sationen zu Zwecken der Krisen­prävention, des Konflikt­managements sowie des Wieder­aufbaus und der Entwicklung nach Konflikten inter­venieren. Wissen­schaftliche Auseinander­setzungen mit militä­rischen Kompo­nenten afrika­nischer Konflikt­interventionen dominieren bisher die Wissens­generierung über afrikanische Interventions­politiken. Durch den „local turn“ breitete sich zudem ein Forschungs­strang aus, der liberales Peace­building kritisch betrachtet und das Handeln lokaler Akteur*innen in den Vorder­grund stellt. Das Dissertations­projekt zielt auf die Verflech­tungen des Lokalen und Inter­nationalen in afrikanischen nicht-militärischen Inter­ventionen ab, indem erarbeitet wird, wie und warum zivil­gesellschaftliche Akteur*innen als Partner*innen in Konflikt­interventionen der AU und ECOWAS inkludiert oder exkludiert werden. Mittels praxis­theoretischer Ansätze rekonstruiert die Arbeit die Praktiken der Inklusion und Exklusion zivilgesell­schaftlichen Akteur*innen anhand der beiden Fall­beispiele Mali und Guinea und trägt dazu bei, die „black box“ afrikanischer nicht-militärischer Interventions­politiken weiter zu öffnen. 

Dies wird zunächst durch leitfaden­gestützte Interviews mit relevanten Akteur*innen der AU und ECOWAS durch Feldforschungs­aufenthalte in Addis Abeba und Abuja gewährleistet und durch die Fallstudien veranschaulicht. In letzteren werden leitfaden­gestützte Interviews mit zivilen nicht-staatlichen Akteur*innen sowie partizi­pative Ansätze mit Fokus­gruppen durchgeführt. Neben dem Erfahrungs­wissen über Ein- und Ausschluss­mechanismen bei AU- und ECOWAS-Intervent­ionen werden Informa­tionen zur Rekonstruktion der Akteur*innen­landschaft durch soziale Netzwerk­analysen gewonnen und „communities of practice“, die den konzep­tuellen Rahmen Arbeit bilden, im Bereich afrika­nischer regionaler Konflikt­interventionen identifiziert.

Publikationen

  • Bringing Climate Justice into the European Green Deal
    | 2021
    Mallach, Konstantin; Neubert, Susanne; Schaaf, Jonas (2021): Bringing Climate Justice into the European Green Deal. Recommendations for new Energy Partnerships with Africa, SLE Briefing Paper Series, 2021: 1.
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  • Practicing Inclusion: Civil Society Actors in African Union Conflict Interventions
    | 2025
    Schaaf, Jonas (2025): Practicing Inclusion: Civil Society Actors in African Union Conflict Interventions, African Non-Military Conflict Intervention Practices (Routledge Studies in Peace, Conflict and Security in Africa): Taylor & Francis.
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    ISBN: 9781040651933
  • Ursachen fragiler Staatlichkeit im westlichen Sahel
    | 2021
    Dittmann, Andreas; Schaaf, Jonas (2021): Ursachen fragiler Staatlichkeit im westlichen Sahel, in: Heß, Julius/Lutz, Karl-Heinz/Konopka, Torsten (eds), Wegweiser zur Geschichte. Mali und westlicher Sahel, Paderborn: Verlag Ferdinand Schöningh, 155–164.
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  • Mali’s Acute Security and Energy Crisis in Bamako and Beyond: Four Scenarios for the Road Ahead
    | 2025
    Schaaf, Jonas (2025): Mali’s Acute Security and Energy Crisis in Bamako and Beyond: Four Scenarios for the Road Ahead, PRIF Blog.
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  • Bringing Civil Society Organizations into African Early Warning and Conflict Prevention
    | 2025
    Schaaf, Jonas; Abdulkadir, Taye; Engel, Ulf (2025): Bringing Civil Society Organizations into African Early Warning and Conflict Prevention, ANCIP Policy Brief.
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  • The New US Administrations’ Africa Policies: What to Expect and Why it Matters
    | 2024
    Schaaf, Jonas (2024): The New US Administrations’ Africa Policies: What to Expect and Why it Matters, PRIF Blog.
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  • Keine Freude über den Abzug
    | 2023
    Schaaf, Jonas (2023): Keine Freude über den Abzug, PRIF Blog.
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  • Understanding Civil Society Inclusion in AU and ECOWAS Non-Military Interventions
    | 2025
    Schaaf, Jonas (2025): Understanding Civil Society Inclusion in AU and ECOWAS Non-Military Interventions, ANCIP Working Papers, No. 5, Leipzig.
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Weitere Tätigkeiten

| 2022–2024 
Co-Sprecher der PRIF-Doktorand*innen 

| seit 2020 
aktives Mitglied im Network German West Africa Policy 

| 2018–2020 
Sprecher der wissenschaft­lichen Mitarbeiter*innen im Direk­torium des Insti­tuts für Geo­graphie, Justus-Liebig-Universität Gießen  

| 2018–2019 
Öffentlichkeits­beauftragter der Gießener Geo­graphischen Gesellschaft