Game over? Rechtsextremismus im Gaming

Linda Schlegel hält Keynote zur Extremismusprävention im Gaming-Bereich

Digitale Spiele sind längst zum Massenmedium ge­worden: Über 70 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland greifen regel­mäßig zu Maus, Controller oder Smartphone. Diese enorme Reich­weite macht Gaming-Kulturen auch für Rechts­extreme attraktiv. Während Propagandaspiele nur Randphänomene bleiben, verlagert sich die Szene zu­nehmend in be­gleitende Räume wie Plattformen, Chats oder Mods. Dort kursieren Codes, Memes und Verschwörungs­mythen, oft getarnt als „edgy“ Humor. Rechts­extreme sind zwar eine Minder­heit, nutzen aber die Reichweite populärer Communities für Normalisierung, Radi­kalisierung und Rekrutierung.

Der Online-Fachtag „Game over? Rechtsextremismus und Gaming“ am 19. September 2025 beleuchtet Narrative, Verbreitungswege und Radikalisierungsmechanismen im Gaming-Kosmos. Dis­kutiert werden zudem Verantwortung von Plattformen, Studios, Pädagogik und Straf­verfolgung sowie wirksame Präventions- und Interventionsansätze. Ziel ist es, rechts­extremen Strategien im Gaming klare Grenzen zu setzen.

Am Vormittag hält Linda Schlegel die Keynote mit an­schließender Fragerunde zur Extremismusprävention im Gaming-Bereich. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Gaming und Extremismusprävention, Radikalisierungsprozesse im digitalen Raum sowie Narrativkampagnen gegen Extremismus.

Wann: Freitag, 19. September 2025, 10:00 – 14:00 Uhr

Wo: Online über Zoom

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt online. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung.