In einer Zeit, in der Kriege und Konflikte weltweit rasant zunehmen, werden in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik Stellen und Mittel für Krisenprävention gekürzt. Frühwarnung, Krisenprävention und strategische Vorausschau folgen dabei unterschiedlichen Logiken – stellen aber alle drei hohe Anforderungen an Daten, Expertise und institutionelle Kapazitäten, die innerhalb der Bundesregierung nicht ausreichend zur Verfügung stehen.
Können KI-Tools helfen, diese Lücke zu verkleinern? Das Panel diskutiert diese und weitere Fragen: Welche konkreten Anwendungsmöglichkeiten gibt es, zum Beispiel für die automatisierte Auswertung großer Datenmengen, die Simulation von Konfliktszenarien oder die Unterstützung von Lernprozessen in Ministerien? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein – in Bezug auf Datenqualität, Regionalexpertise oder institutionelle Einbettung –, damit solche Werkzeuge sinnvoll in Policy-Prozesse integriert werden können? Und wo liegen die Grenzen: Was können KI-Tools strukturell nicht leisten und welche Risiken entstehen?
Ausgangspunkt der Diskussion ist unter anderem das Projekt Joshua, ein KI-gestütztes System zur Szenarioplanung, welches am PRIF gemeinsam mit der TU Darmstadt entwickelt wird.
Es diskutieren:
- Jonas Koll, stv. Leiter, Referat S05 „Krisenfrüherkennung und strategische Vorausschau“, Auswärtiges Amt
- Dr. Antonia Witt, Leiterin der Forschungsgruppe African Intervention Politics, Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF)
- Paul Flachenecker, Research Associate, Global Public Policy Institute (GPPi)
- Daniel Mittermaier, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Kompetenzzentrum Krisenfrüherkennung, Universität der Bundeswehr München
- Moderation: Yvonne Blum, wissenschaftliche Referentin des Vorstands, Stellv. Leiterin Wissenstransfer und Berliner Büro, Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF)
Wann: 4. Mai 2026, 12:00–13:30 Uhr
Wo: Moderiertes Online-Panel auf Teams
Anmeldung: https://eveeno.com/239492347
Diese Veranstaltung ist ein Beitrag von PRIF zum Deutschen Forum Sicherheitspolitik 2026, das die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) austrägt. Das gesamte Programm des #DSF2026 ist hier zu finden: http://www.baks.bund.de/de/aktuelles/deutsches-forum-sicherheitspolitik-2026-das-programm