(Un)Sichtbarkeit von Gewalt

Ein weißer Raum mit einem verspiegelten Fenster auf der linken Seite und einer Uhr an der rechten Wand zu sehen ist auf dem Foto abgebildet. Im Zentrum steht ein Elektrischer Stuhl, der einem Holzstuhl ähnelt, der auf einer leicht erhöhten Plattform steht.

Lucinda Devlin, The Omega Suites, Virginia Electric Chair 1991, courtesy of Galerie m, Duisburg and the artist.

Ausstellungseröffnung in der KUNSTHALLE GIESSEN in Kooperation mit TraCe

Kriegs­geschehen, me­dial omni­präsent, prä­gen unsere Seh­gewohnheiten und domi­nieren die öffent­liche Wahr­nehmung. Neben sicht­barer Ge­walt, wie der Zer­störung von Gebäu­den und Kultur­gütern, dem An­blick zivi­ler Opfer oder von Bil­dern von Vertrie­benen und Geflüch­teten, nimmt die Aus­stellung auch die unsicht­baren Fa­cetten von Ge­walt in den Blick. Struk­turelle, psy­chische oder geschlechts­spezifische Ge­walt, ins­besondere gegen Frauen und Minder­heiten, sowie die da­raus ent­stehenden Trauma­ta bleiben häufig ver­borgen. Auch ideo­logisch-religiöser Hass, der über Ge­nerationen weiter­gegeben wird und Frauen unverhält­nismäßig oft trifft, wird oft­mals ge­zielt ver­drängt. Scham und gesell­schaftliche Äch­tung schützen nicht sel­ten die Tä­ter, während die Fol­gen für die Be­troffenen tief­greifend und lang­fristig sind. 

Die Er­öffnung der Aus­stellung findet am 22. Au­gust in der KUNST­HALLE GIESSEN statt. Besuche der Ausstellung sind darüber hinaus von 23. August bis 2. No­vember 2025 möglich. 

Wo? KUNSTHALLE GIESSEN, Berliner Platz 1, 35390 Gießen

Wann? Freitag, 22. August 2025, 19 Uhr 

Programm 

Begrüßung

  • Frank-Tilo Becher, Oberbürgermeister der Stadt Gießen
  • Jonas Wolff, Co-Sprecher von TraCe (PRIF)

Einführung durch die Kuratorinnen

  • Nadia Ismail, Leiterin KUNSTHALLE GIESSEN
  • Larissa Fuhrmann, Assoziierte Forscherin bei TraCe (PRIF)
  • Theresa Deichert, Assistenzkuratorin KUNSTHALLE GIESSEN

Der Eintritt ist frei. Weitere Infor­mationen zur Ausstellung und dem Begleitprogramm sind auf der Web­site der KUNST­HALLE GIESSEN und der Website von TraCe zu finden.

Die KUNSTHALLE GIESSEN ist eine Insti­tution für zeit­genössische Kunst der Stadt Gießen in Mittel­hessen. Als Ort für Wechsel­ausstellungen ohne eigene Sammlung präsen­tiert sie auf rund 450 qm aktuelle Ten­denzen und Posi­tionen zeit­genössischer Kunst. Sie ist ein Ort des Aus­tauschs und der Meinungs­freiheit und nimmt inter­disziplinär Bezug auf aktuelle globale Gescheh­nisse. Ein besonderer Schwer­punkt liegt auf der inter­disziplinären Ver­netzung und Kooperationen. Die Kunst­halle sieht es als ihre Auf­gabe, zur Auseinander­setzung mit der Kunst von heute anzu­regen, diese vielfältig zu ver­mitteln und greift dabei gesell­schaftliche Diskurse auf.