Kriegsgeschehen, medial omnipräsent, prägen unsere Sehgewohnheiten und dominieren die öffentliche Wahrnehmung. Neben sichtbarer Gewalt, wie der Zerstörung von Gebäuden und Kulturgütern, dem Anblick ziviler Opfer oder von Bildern von Vertriebenen und Geflüchteten, nimmt die Ausstellung auch die unsichtbaren Facetten von Gewalt in den Blick. Strukturelle, psychische oder geschlechtsspezifische Gewalt, insbesondere gegen Frauen und Minderheiten, sowie die daraus entstehenden Traumata bleiben häufig verborgen. Auch ideologisch-religiöser Hass, der über Generationen weitergegeben wird und Frauen unverhältnismäßig oft trifft, wird oftmals gezielt verdrängt. Scham und gesellschaftliche Ächtung schützen nicht selten die Täter, während die Folgen für die Betroffenen tiefgreifend und langfristig sind.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am 22. August in der KUNSTHALLE GIESSEN statt. Besuche der Ausstellung sind darüber hinaus von 23. August bis 2. November 2025 möglich.
Wo? KUNSTHALLE GIESSEN, Berliner Platz 1, 35390 Gießen
Wann? Freitag, 22. August 2025, 19 Uhr
Programm
Begrüßung
- Frank-Tilo Becher, Oberbürgermeister der Stadt Gießen
- Jonas Wolff, Co-Sprecher von TraCe (PRIF)
Einführung durch die Kuratorinnen
- Nadia Ismail, Leiterin KUNSTHALLE GIESSEN
- Larissa Fuhrmann, Assoziierte Forscherin bei TraCe (PRIF)
- Theresa Deichert, Assistenzkuratorin KUNSTHALLE GIESSEN
Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zur Ausstellung und dem Begleitprogramm sind auf der Website der KUNSTHALLE GIESSEN und der Website von TraCe zu finden.
Die KUNSTHALLE GIESSEN ist eine Institution für zeitgenössische Kunst der Stadt Gießen in Mittelhessen. Als Ort für Wechselausstellungen ohne eigene Sammlung präsentiert sie auf rund 450 qm aktuelle Tendenzen und Positionen zeitgenössischer Kunst. Sie ist ein Ort des Austauschs und der Meinungsfreiheit und nimmt interdisziplinär Bezug auf aktuelle globale Geschehnisse. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der interdisziplinären Vernetzung und Kooperationen. Die Kunsthalle sieht es als ihre Aufgabe, zur Auseinandersetzung mit der Kunst von heute anzuregen, diese vielfältig zu vermitteln und greift dabei gesellschaftliche Diskurse auf.