Tobias Ide neuer Leiter des Programmbereichs Transnationale Politik

Bild von Tobias Ide angelehnt an Tisch

Mit der Berufung Ides baut das PRIF seine Forschung im Bereich Klima, Ökologie und Konflikt weiter aus

Am 1. Dezember  über­nimmt Tobias Ide die Leitung des Programm­bereichs „Trans­nationale Politik“ am PRIF, an dem Konflikt­dynamiken grenz­übergreifender Phäno­mene wie Klima­wandel, Terror­ismus und techno­logischer Wandel er­forscht werden. Zugleich tritt Ide die Professur  „Friedens- und Konflikt­forschung: trans­nationale Akteure“ an, den die Technische Universität (TU) Darmstadt und das PRIF gemein­sam ein­gerichtet haben. Die Arbeits­schwerpunkte Ides liegen auf den Bereichen Klima­wandel und Sicher­heit, der Bedeutung der Umwelt für Friedens­prozesse, trans­nationalen Rebellen­gruppen sowie der Rolle von Bildung in Konflikt­kontexten. Aufgrund dieser Expertise wird er auch die stell­vertretende Leitung der Forschungs­gruppe „Ökologie, Klima und Konflikt“ am PRIF über­nehmen. 

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe in meiner alten Heimat Hessen“, äußert sich Tobias Ide. „Das PRIF ist eines der führenden Institute für Friedens- und Konflikt­forschung in Europa und in diesem Themen­feld gibt es ja gerade richtig viel zu tun. Man denke nur an diverse Kriege welt­weit oder an eine zunehmende gesellschaft­liche Polarisierung. Gerade der Einfluss trans­nationaler Aspekte wie etwa des Klima­wandels oder extremistischer Netz­werke muss noch besser ver­standen werden“, umreißt Ide sein kommendes Tätigkeits­feld. 

 Auch Nicole Deitelhoff, Direktorin des PRIF und Professorin für Inter­nationale Be­ziehungen und Theorien glo­baler Ordnungen an der Goethe-Universität Frank­furt, freut sich auf die Zusammen­arbeit: „Mit Tobias Ide gewinnen wir einen renommierten und inter­national exzellent vernetzten Forscher für das PRIF. Mit seiner Berufung wird unsere Forschung zu trans­nationalen Konflikten wichtige Impulse erhalten."  

Bis zu seiner Berufung war Tobias Ide als Associate Professor für Politik­wissenschaften und Inter­nationale Beziehungen an der Murdoch University in Australien tätig. Davor führte ihn seine akademische Lauf­bahn nach einer Promotion in Hamburg nach Braun­schweig, wo er an der Technischen Universität habilitierte und am Braun­schweiger Leibniz-Institut für Bildungs­medien – Georg-Eckert-Institut arbeitete. Gast­aufenthalte absolvierte Ide unter anderem an der Hebrew University in Jerusalem und der American University in Washington, DC. Er war zudem außer­ordentlicher Professor für Frieden und Nach­haltigkeit an der Universität von Hiroshima. 

Zu den wichtigsten akade­mischen Aus­zeichnungen von Tobias Ide gehören der „Emerging Peace Studies Scholar Award“ 2022 des Forschungs­verbunds International Studies Association und der Inter­nationale Wissenschafts­preis der Hans Günter Brauch Foundation for Peace and Ecology in the Anthropocene 2023. Zu nennen ist auch die Wahl zum besten australischen Forscher im Bereich Diplomatie und Inter­nationale Beziehungen in 2024 und 2025 durch die australische Tages­zeitung The Australian.