Stefan Kroll und Daniela Hobel empfingen die Schüler*innen und gaben ihnen einen Einblick in die Arbeit des PRIF. In ihrem Vortrag stellte Daniela Hobel ihre Forschungsarbeit vor und diskutierte mit der Klasse grundlegende Fragen der Friedens- und Konfliktforschung. Dabei ging es unter anderem um den Unterschied zwischen negativem und positivem Frieden und die Frage, wann überhaupt von einem Konflikt gesprochen werden kann.
Anhand des jahrzehntelangen Konflikts in Kolumbien ging die Klasse gemeinsam mit Daniela Hobel der Frage nach, wie langwierige Konflikte beendet werden können und welche Rolle Friedensabkommen dabei spielen. Die Schüler*innen setzten sich damit auseinander, wie solche Abkommen ausgehandelt und umgesetzt werden und warum ein Friedensschluss nicht automatisch bedeutet, dass auch die Ursachen eines Konflikts beseitigt sind. Dabei ging es auch um den Einfluss politischer Veränderungen, etwa von Regierungswechseln, auf Friedensprozesse und Konfliktbearbeitung. Ein weiterer Schwerpunkt waren politische Reden. Zur Vorbereitung hatten sich die Schüler*innen unter anderem mit einer Rede der Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai beschäftigt.
Der Besuch bot den Schüler*innen die Gelegenheit, aktuelle politische Fragen aus der Perspektive der Friedens- und Konfliktforschung zu betrachten. Darüber hinaus tauschten sie sich darüber aus, wie sie sich über politische Konflikte informieren und wie sie die Diskussionskultur zu solchen Themen an ihrer Schule wahrnehmen.