Am 21. September 2026 war Matthias Dembinski als Experte im Bundestag zu Gast. Gemeinsam mit weiteren Sachverständigen trug er zur öffentlichen Anhörung des Unterausschusses „Rüstungs- und Proliferationskontrolle, Nichtverbreitung und internationale Abrüstung“ des Auswärtigen Ausschusses zum Thema „Rüstungskontrolle in Europa, Zukunft und Möglichkeiten der OSZE“ bei. Matthias Dembinski wurde auf Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion zur öffentlichen Anhörung eingeladen.
„Zentral ist das Management der militärischen Sicherheit zu Russland“, sagte Matthias Dembinski vor dem Ausschuss. Er warb dafür, einen neuen Dialog und Austausch über militärische Risiken, zu starten. Man müsse sich daran erinnern, dass und wie Koexistenz funktioniert.
Neben Matthias Dembinski nahmen Nadja Douglas von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Wolfgang Zellner vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) an der Universität Hamburg, Alexander Graef vom European Leadership Network und Wolfgang Richter vom Geneva Centre for Security Policy (GCSP) Stellung. Die Sachverständigen waren sich einig, dass Rüstungskontrolle in Zeiten militärischer Konfrontation wichtiger denn je ist. Sie sprachen sich dafür aus, dass die im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vorhandenen Instrumente angesichts technologischer und geopolitischer Veränderungen modernisiert und angewendet werden. Die Organisation sei, so die Experten, als Dialogforum zu stärken und bei der Überwachung eines Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine in Anspruch zu nehmen.
Der Fokus des Unterausschusses liegt aufgrund der veränderten geopolitischen Situation und der auf Deutschland zukommenden Herausforderungen auf dem Bereich der strategischen Vorausschau der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Zugleich übernimmt der Unterausschuss eine parlamentarische Begleitrolle zum neu eingerichteten Nationalen Sicherheitsrat (NSR) im Bundeskanzleramt. Damit stärkt er die Kontrolle und Transparenz strategischer Entscheidungen und trägt zur dauerhaften Verankerung strategischer Vorausschau im Parlament bei.
Matthias Dembinski ist assoziierter Forscher im Programmbereich Internationale Institutionen und Leiter des PATTERN-Projekts. Er forscht zu Fragen von Gerechtigkeit in den internationalen Beziehungen, regionalen Sicherheitsorganisationen und humanitären Interventionen. Eine Zusammenfassung der Sitzung und die vollständigen Stellungnahmen finden sich auf der Website des Deutschen Bundestags.