Am 14. November nahm Simone Wisotzki, Vorstandsmitglied am Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF), als Diskutantin am Roundtable beim Jahresempfang 2025 von Misereor in Berlin teil. Gemeinsam mit Jochen Steinhilber (Abteilungsleiter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Thomas Kleine-Brockhoff (Otto Wolf Direktor der DGAP), und Dr. Andreas Frick (Hauptgeschäftsführer von Misereor), diskutierte sie über aktuelle Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit.
Im Mittelpunkt von Wisotzkis Beiträgen standen die weltweit wachsenden Militär- und Rüstungsausgaben und deren Auswirkungen auf die Realisierung der nachhaltigen Entwicklungsziele. Zudem betonte die sie die Bedeutung geschlechtergerechter Entwicklungszusammenarbeit und feministischer Entwicklungspolitik für eine nachhaltige globale Zusammenarbeit.
Abteilungsleiter Steinhilber vertrat bei der Veranstaltung Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan, die ihre Teilnahme kurzfristig absagen musste. In einer Online-Botschaft betonte die Ministerin die enge Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft und Kirchen.
Die Diskussion machte deutlich, dass Entwicklungszusammenarbeit in Zeiten globaler Machtverschiebungen vor neuen Herausforderungen steht. Dr. Andreas Frick, Hauptgeschäftsführer von Misereor, brachte dies in einem Interview auf LinkedIn auf den Punkt: „Geschäfte werden besonders von denen betrieben, die aus einer mächtigen Position beginnen. Misereor und viele unserer Partner, aber auch Organisationen der Zivilgesellschaft wollen den Zusammenhalt.“
Die Dringlichkeit internationaler Kooperation unterstrich auch Geschäftsführer Bernd Bornhorst: „Entwicklungszusammenarbeit war eigentlich nie wichtiger als heute. Selbst wenn man nicht aus moralischen Gründen heraus Menschen helfen sollte, zeigt sich, dass wir innerhalb einer globalisierten Welt Probleme nur gemeinsam lösen können.“
Misereor ist das internationale Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland und setzt sich seit über 60 Jahren weltweit für die Überwindung von Armut und Ungerechtigkeit ein.