Studierende der TU Darmstadt besuchten das Auswärtige Amt, um ihre Forschungsergebnisse zum Zusammenhang von Klimawandel und Konflikten vorzustellen. Der Besuch fand im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Friedens- und Konfliktforschung von Prof. Dr. Tobias Ide und dem Auswärtigen Amt statt. Dabei nutzen Studierende eine Datenbank der Bundesregierung, die Informationen zu Klimaveränderungen, lokaler Verwundbarkeit und bewaffneten Konfliktrisiken enthält, um eigene Fallstudien zu erstellen.
Die Studierenden fanden beispielsweise heraus, dass größere Distanzen zu Wasserquellen in Nigeria das Risiko bewaffneter Konflikte erhöht, dass gängige Klima- und Konflikt-Indices genderbezogene Ungleichheiten nicht gut abbilden und dass Dürren das Risiko für Proteste auch in eher stabilen Staaten wie Bolivien erhöhen. Anschließend wurden die Implikationen dieser Ergebnisse für Entscheidungsträger im Auswärtigen Amt diskutiert.
Das Lehrforschungsprojekt wurde im gemeinsamen Studiengang Internationale Studien/Friedens- und Konfliktforschung der TU Darmstadt, des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF) und der Goethe Universität Frankfurt durchgeführt.