Am 3. September war Jonatan Kurzwelly zu Gast am NATO Center of Excellence Defence Against Terrorism (COE-DAT) in Ankara. Im Rahmen des Kurses „Efficient Crisis Management to Mitigate the Effects of Terrorist Activities” hielt er einen Vortrag zu Erfahrungen Deutschlands in Krisenmanagement und Terrorismusbekämpfung. Neben ausgewählten Beispielen, wie etwa der „Rote Armee Fraktion“ (RAF) und dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU), standen grundlegende ethische und politische Fragen hinsichtlich übergreifender rechtlicher und administrativer Strukturen zur Terrorismusbekämpfung und -prävention im Mittelpunkt.
Insgesamt nahmen 51 Teilnehmer*innen aus 17 verschiedenen Ländern an dem fünftägigen Kurs teil. Der Anbieter des Kurses, das COE-DAT, ist eine von der NATO akkreditierte multinationale Einrichtung, die sich auf die Beratung von Entscheidungsträger*innen im Bereich Terrorismusbekämpfung spezialisiert hat. Zu den sieben beteiligten Nationen gehören neben der Rahmennation Türkei die Förderländer Albanien, Deutschland, Ungarn, Italien, Rumänien und die USA.
Am PRIF leitet Jonatan Kurzwelly gemeinsam mit Julian Junk die Forschungsgruppe Radikalisierung, Terrorismus und Extremismusprävention und forscht unter anderem zu Radikalisierungs- und Deradikalisierungsprozessen. Zuletzt veröffentlichte er in diesem Zusammenhang einen Artikel im Journal for Deradicalization zu psychologischen Abwehrmechanismen, dessen Zusammenfassung auch als PRIF Spotlight zur Verfügung steht.