Internationales ‚Prevention Project‘ stellt Bericht bei UN vor

Polizisten zielen auf eine Frau mit erhobenen Händen

Sabine Mannitz wirkte im Expertengremium zur Rolle der Polizei bei Verhinderung von Menschenrechtsverbrechen mit

In den vergangenen Wochen wurde der Bericht „The Role of Police in Preventing Mass Human Rights Violations“ bei mehreren Ver­anstaltungen der internationalen politischen Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Präsentation in New York, an der Vertreter*innen von mehr als 30 UN-Missionen und 8 UN-Organisationen teilnahmen, bildete am 25. April den Auftakt. Die Ständigen UN-Vertretungen Kolumbiens und Irlands hatten dazu ein­geladen.

Unter Federführung von Rachel Neild stellt der Bericht zur Rolle der Polizei die Ergebnisse eines Arbeits­bereichs im Prevention Project vor, das der ehemalige UN-Sonderberichterstatter Pablo de Greiff vom Center for Human Rights and Global Justice an der NYU Law School mit seinem Team 2020 ins Leben gerufen hat und seither leitet. Das Prevention Project ver­bindet Grundlagenforschung mit Politikberatung und Praxis­transfer. In einem sektoral ge­gliederten Rahmen formuliert es Empfehlungen für die ‘New Agenda for Peace’ der UN sowie für Staaten, die das Ziel verfolgen, Menschen­rechtsverletzungen zu verhindern. Im Bereich staatlicher Sicherheitskräfte sieht der aktuelle Be­richt als vorbeugende Maßnahmen u.a. die Entwicklung klarer Vorgaben für polizeiliche Kompetenz­bereiche vor, die Förderung deeskalierender Polizeimaßnahmen, bessere Aus­bildung von Sicherheitskräften in präventivem Verhalten sowie die Umsetzung klarer Verantwortungsketten und den Auf­bau von effektiven Kontrollmechanismen.

Während der auf die Polizei fokussierte Bericht nun vor­gestellt wurde, geht die Projektarbeit zu anderen Praxisfeldern weiter: In sechs thematischen Arbeits­gruppen untersuchen die leitenden Wissenschaftler*innen für das Prevention Project systematisch kontextabhängige Präventionsstrategien. Unterstützt wird die Er­stellung der Berichte durch internationale Expertengremien, die sich aus Wissen­schaftler*innen und Praktiker*innen zusammensetzen. In regel­mäßigen Beratungen diskutieren sie Forschungsergebnisse mit anderen Mitgliedern des Gremiums, der Projekt­leitung und des Autor*innenteams. Als Mitglied der Expertengruppe im Arbeitskreis Sicherheit trug Sabine Mannitz zur Er­stellung des aktuell vorgelegten Berichts bei.