Xinyu Yuan nahm vom 5. bis 6. März 2026 in Bangkok an dem Workshop „The Future of Conflict Management and Peace Operations in Southeast Asia and the Pacific” teil, der vom Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstitut (SIPRI) und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) organisiert wurde. Ziel des Workshops war es, Forscher*innen, Praktiker*innen, führende Vertreter*innen der ASEAN und Vertreter*innen der Vereinten Nationen zusammenzubringen, um die sich wandelnde geopolitische Landschaft des Konfliktmanagements in Südostasien und im Pazifikraum zu erörtern.
In den Diskussionen wurden mehrere zentrale Themen hervorgehoben, die die Prioritäten der regionalen Sicherheit prägen. Dazu zählen die Dringlichkeit der Bekämpfung der organisierten Kriminalität, die Betonung der Souveränität und Unabhängigkeit der regionalen Akteure sowie die Vorliebe für einen pragmatischen Ansatz zur Bewältigung von Konflikten statt ihrer zwingenden Lösung. Die Teilnehmer*innen reflektierten zudem die Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ und äußerten wachsende Besorgnis über die innenpolitischen Entwicklungen in der gesamten Region, darunter der Aufstieg populistischer Bewegungen, der Einfluss sozialer Medien und zunehmend polarisierte Informationslandschaften, die jüngere Generationen beeinflussen. Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmer*innen über die sich wandelnden Rollen und künftigen Entwicklungen regionaler Institutionen, insbesondere der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (ASEAN) und des Pazifik-Insel-Forums (PIF), bei der Bewältigung neuer Sicherheitsherausforderungen aus.