Frieden und Konflikt im Rahmen von Klimaschutzmaßnahmen

Das Bild zeigt einen Bergbau; rechts sind zwei Lastwägen mit großer, leerer Ladefläche zu sehen

Frieden und Konflikt im Rahmen von Klimaschutzmaßnahmen

Die Bekämpfung des Klima­wandels ist eine der größten Heraus­forderungen unserer Zeit. Ohne rechtzeitige und ambitionierte Klimaschutz­maßnahmen könnte der globale Temperatur­anstieg bis zum Ende des Jahr­hunderts bei über 3 °C liegen, was dramatischen Folgen für Öko­systeme und menschliche Gesellschaften hätte.

Klimaschutz­maßnahmen können jedoch auch negative Auswirkungen haben, die Konflikte auslösen oder beeinflussen. Sogenannte Transitions-Metalle wie Lithium oder Kobalt sind entscheidend für Technologien im Bereich erneuerbarer Energien. Ihre Gewinnung kann aber auch Widerstand in lokalen Gemein­schaften hervorrufen, bewaffneten Gruppen Einnahmen verschaffen und zu Menschenrechts­verletzungen führen. Ebenso wehren sich betroffene Gemeinschaften häufig gegen großflächige Landnutzungs­änderungen im Zusammenhang mit Solar- oder Wasserkraft­projekten. Schließlich erfordert der Klima­schutz drastische Dekarbonisierungs­maßnahmen, einschließlich eines raschen Ausstiegs aus der Öl- und Gasförderung. Dies bedroht die politische Stabilität ohnehin fragiler Staaten, die stark vom Export fossiler Brenn­stoffe abhängig sind.

Das Projekt analysiert Konflikte im Kontext des Klima­schutzes und untersucht Wege zu ihrer friedlichen Beilegung. Es wird eine Sonder­ausgabe einer Zeitschrift zu diesem Thema sowie eine Studie darüber veröffentlichen, warum Konflikte um Transitions-Metalle gewaltsam eskalieren. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind von entscheidender Bedeutung für die Gestaltung friedlicher, gerechter und effektiver Maßnahmen zur Bekämpfung des Klima­wandels.

Mitglieder

Projektleitung

Tobias Ide

Tobias Ide

Partner

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Cross-Border Conflict Evidence, Policy and Trends (XCEPT) Programme