Als ein politisch-soziales Konzept hat sich Sicherheit zu einem zentralen Leit- und Wertbegriff öffentlicher Diskurse in der Gegenwartsgesellschaft entwickelt. Für moderne Gesellschaften ist die Erwartung individueller wie gesellschaftlicher Sicherheit ebenso konstitutiv wie das politische Leistungsversprechen, diese Erwartung zu erfüllen.
Das Podium diskutiert diese Konstellation im Horizont aktueller Konflikte und geopolitischer Verschiebungen. Es fragt, wie Sicherheitsrisiken und politische Gefahren in öffentlichen Debatten sichtbar werden und Handlungsdruck erzeugen. Im Vordergrund steht dabei die Perspektivendifferenz zweier sozialwissenschaftlicher Forschungsfelder: Friedens- und Konfliktforschung einerseits, Sicherheitsforschung andererseits: Wie verhalten sich diese Felder konzeptionell zueinander? Wie positionieren sie sich im wissenschaftlichen Umfeld? Welche Rolle spielen sie in der aktuellen geopolitischen Lage? Wie beraten sie Politik und Gesellschaft?
Im Rahmen eines Podiumsgesprächs des Arbeitskreises »Gesellschaftliche Arbeitsteilung in der multiplen Krise« der Fritz Thyssen Stiftung diskutieren:
- Sönke Neitzel, Professor für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam
- Nicole Deitelhoff, PRIF
Moderation: Armin Nassehi, Vizepräsident für die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München, Stellvertreter des LMU-Präsidenten sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Fritz Thyssen Stiftung
Wann: 4. Dezember 2025, 18:30 Uhr
Die Veranstaltung ist ausgebucht. Eine Anmeldung ist leider nicht mehr möglich. Weitere Informationen finden sich auf der Seite der Fritz Thyssen Stiftung.