Kein Schlussstrich, sondern „Doing Memory“! – Lokales Gedenken 15 Jahre nach dem NSU

RADIS-Webtalkreihe „Getroffene Orte – Lokale Strategien im Umgang mit islamistischer und rassistischer Gewalt“

Fünfzehn Jahre ist die Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in diesem Jahr her. Fünfzehn Jahre, in denen der öffentliche und mediale Fokus allzu oft auf den Täterinnen und Tätern und ihrem Umfeld lag und in denen die Betroffenen der Anschläge und die Angehörigen der zehn getöteten Opfer um Anerkennung, Sichtbarkeit, Aufklärung und Gedenken kämpfen mussten.

Unterstützt wurden und werden sie in ihren Bemühungen auch von Ehrenamtlichen und Engagierten aus der Zivilgesellschaft, die Projekte zur kritischen Auseinandersetzung mit den Taten des rechtsterroristischen NSU auf die Beine stell(t)en und dabei helfen, die Erinnerung an den Tat-Orten, die für viele der Hinterbliebenen und Überlebenden noch immer Lebensmittelpunkte sind, zu organisieren und lebendig zu gestalten. Eines dieser Projekte, „Doing Memory – Keupstraße“ des Vereins Interkultur aus Köln, stellt Kemal Bozay in diesem Webtalk vor. Er berichtet von den Bemühungen, solidarisches Gedenken vor Ort zu organisieren und wie sich die lokale Community, aber auch die Betroffenen einbinden lassen, denn: Einen Schlussstrich kann und darf es nicht geben.

Referierende:

  • Kemal Bozay (Projekt „Doing Memory – Keupstraße“, Köln)
  • Tanja Thomas (Projekt „Doing Memory", Tübingen)

Moderation: Aisha Camara (freiberufliche Moderatorin und politische Bildnerin)

Wann: 17. März 2026, 16–17:30 Uhr
Wo: Online via Zoom

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung finden sich auf der Veranstaltungswebsite.