Antonio Arcudi
Antonio Arcudi ist assoziierter Forscher im Programmbereich Internationale Institutionen. In seiner Forschung konzentriert er sich auf die Anfechtung internationaler Normen und Institutionen, insbesondere des Internationalen Strafgerichtshofs und der Schutzverantwortung (Responsibility to Protect).
CV
| seit 2019
Assoziierter Forscher im Programmbereich Internationale Institutionen am PRIF
| 2015–2019
Doctoral Researcher am PRIF (ehemals HSFK)
| 2014–2015
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Transnationales Regieren (Prof. Dr. Jens Steffek) an der TU Darmstadt
| 2013
Praktikant bei Auswärtigen AMt, Arbeitsstab „Berufliche Bildung“/Referat für Außenwirtschaftsförderung
| 2011–2014
Masterstudium der Internationalen Studien/Friedens- und Konfliktforschung an der Goethe-Universität Frankfurt/M. und an der TU Darmstadt
| 2012–2014
Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Politikwissenschaft (Prof. Dr. Markus Lederer und Prof. Dr. Jens Steffek) und am Fachgebiet für Entwerfen und Regionalentwicklung (Prof. Julian Wékel) der TU Darmstadt
| 2012–2014
Schreibberater mit dem Schwerpunkt wissenschaftliches Schreiben am SchreibCenter der TU Darmstadt
| 2007–2011
Bachelorstudium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften an der TU Darmstadt
Dissertation
Unter Bezugnahme auf die Diskurstheorie des Rechts behandelt Antonio Arcudis Dissertationsprojekt die Frage, welche Auswirkung die Kontestation internationaler Normen, d. h. ihre diskursive Anfechtung und Umstrittenheit, auf die jeweils umstrittenen Normen ausübt.
Schutzverantwortung und IStGH zwischen Weiterentwicklung und Erosion
Das Dissertationsprojekt „Die normative Kraft des Streits: Auswirkungen von Kontestation auf die Dynamik internationaler Normen“ knüpft an die existierende Forschung zu internationalen Normen an, die sich zwar bereits umfassend mit Normkontestation auseinandergesetzt hat, in der jedoch Uneinigkeit darüber existiert, ob sich die Anfechtung von Normen normstärkend oder -schwächend auswirkt. Am Beispiel zweier umstrittener internationaler Normen – der internationalen Schutzverantwortung und der Norm internationaler Strafverfolgung im Falle von schwersten Menschenrechtsverletzungen sowie Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht – geht das Projekt insbesondere der Frage nach, inwiefern Normkontestation zu einer Spezifizierung der jeweiligen Normen führt.
Publikationen
- The Absence of Norm Modification and the Intensification of Norm Contestation: Africa and the Responsibility to Prosecute
| 2019
Arcudi, Antonio (2019): The Absence of Norm Modification and the Intensification of Norm Contestation: Africa and the Responsibility to Prosecute, Global Responsibility to Protect, 11: 2, 172-197.
Zur Publikation - Die Responsibility to Protect im Kreuzfeuer der Kritik
| 2016
Arcudi, Antonio (2016): Die Responsibility to Protect im Kreuzfeuer der Kritik. Zum Zusammenhang von Normkontestation und Normerosion, Zeitschrift für Internationale Beziehungen, 23: 2, 78–111. DOI: 10.5771/0946-7165-2016-2-78
- International Norm Disputes
| 2023
Zimmermann, Lisbeth; Deitelhoff, Nicole; Lesch, Max; Arcudi, Antonio; Peez, Anton (2023): International Norm Disputes. The Link Between Contestation and Norm Robustness, Oxford: Oxford University Press.
Zur Publikation
- The International Criminal Court in Difficult Times: Challenges for the 16th Assembly of States Parties
| 2017
Arcudi, Antonio (2017): The International Criminal Court in Difficult Times: Challenges for the 16th Assembly of States Parties, PRIF BLOG.
Zur Publikation - Der Internationale Strafgerichtshof auf der Anklagebank
| 2016
Arcudi, Antonio (2016): Der Internationale Strafgerichtshof auf der Anklagebank, HSFK-Report, 11, Frankfurt/M.
Weitere Tätigkeiten
| 2016–2017
Co-Sprecher des HSFK-Doktorandenkolloquiums
| 2016–2017
Sektionssprecher (Sektion B) des Leibniz PhD Network