Zehn Jahre Friedensabkommen in Kolumbien

Plakat zum Call for Papers mit allen wichtigen Informationen

Call for Papers – Bewerbungsschluss: 20. Oktober 2026

Das Deutsch-Kolumbianische Friedens­institut (CAPAZ), die Goethe-Universität Frankfurt, das Leibniz-Institut für Friedens- und Konflikt­forschung (PRIF), die Philipps-Universität Marburg und die Justus-Liebig-Universität Gießen laden zur Ein­reichung von Beiträgen für den Kongress „Zehn Jahre Unter­zeichnung des Friedens­abkommens in Kolumbien: Er­kenntnisse, Heraus­forderungen und Aufgaben, um Komplexität zu reflektieren" (Spanisch: Diez Años de la Firma del Acuerdo de Paz en Colombia: Aprendizajes, retos y desafíos para reflexionar la complejidad) ein. Der Kongress findet am 14. und 15. Dezember 2026 in spanischer Sprache an der Goethe-Universität Frankfurt statt.

2016 endete der Verhandlungsprozess zwischen dem kolumbianischen Staat und der FARC-EP, einer der ältesten Guerillas der Welt, mit der Unter­zeichnung eines Friedens­abkommens. Damit begann ein Übergangs­prozess, der bis heute andauert. Trotz Spannungen und Kontro­versen entstanden zahl­reiche institutionelle und zivil­gesellschaftliche Strategien zur Umsetzung des Abkommens, die breite inter­nationale Unterstützung genießen.

Nach zehn Jahren Friedens­abkommen fällt die Bilanz gemischt aus. Trotz Innovationen und Lern­erfahrungen in der Friedens­politik sieht sich das Land mit zunehmender Gewalt und Unsicherheit konfrontiert, die mit dem Wandel des Konflikts und seiner Akteure zusammen­hängen. Zudem kritisieren verschiedene Seiten Mängel bei den Verhandlungen der Vorgänger­regierung im Rahmen der sogenannten Paz Total-Strategie (Totaler Frieden), während die aktuelle Regierung wieder verstärkt auf bewaffnete Kon­frontation als zentrale Staat­strategie setzt. 

Politische und institutionelle Spannungen haben in den letzten Jahren die Reich­weite, Kontinuität und Nach­haltigkeit des Friedens­prozesses zunehmend infrage gestellt. Das weckt unter anderem ein wissen­schaftliches Interesse an komplexen, inter­disziplinären und kontext­bezogenen Analysen des Prozesses, seiner Erfolge und Heraus­forderungen. Hinzu kommt, dass dies vor dem Hinter­grund einer globalen politischen Lage geschieht, die von einer tiefen Krise der Demokratie und des Menschen­rechts­schutzes geprägt ist.

Der Call for Papers richtet sich an Professor*innen, Post­doktorand*innen und Doktorand*innen, die ihre Vorschläge auf Spanisch oder Englisch einreichen können. Die Bewerbung beinhaltet eine Zusammen­fassung von maximal 250 Wörtern und eine Biografie von maximal 150 Wörtern. Ausgewählte Personen können sich um ein Reise­stipendium bewerben, das Transport und Unterkunft umfasst. Die thematischen Schwer­punkte und alle weiteren Informationen finden sich unter folgendem Link: Convocatoria para la Presentación de Ponencias-Frankfurt.docx

Bewerbungs­schluss: 20. Oktober 2026

Kontakt für Rückfragen: convocatorias(at)instituto-capaz.org