Am 16. Oktober 2026 eröffnete die Botschafterin der Philippinen, H.E. Maria Teresa Torres Almojuela, die Veranstaltung. Unter der Moderation von Dr. Pascal Abb (PRIF) evaluierten die Podiumsteilnehmenden Dr. Jay Batongbacal (Universität der Philippinen), Dr. Thilo Marauhn (Universität Gießen) und Dr. Moritz Brake (Universität Bonn), wie Völkerrecht, Diplomatie und Mechanismen zur friedlichen Streitbeilegung zu Stabilität, Zurückhaltung und konstruktivem Engagement beitragen können.
In einer Zeit verschärfter geopolitischer Spannungen und wachsenden Drucks im maritimen Bereich hat die friedliche Beilegung von Konflikten erneut an Bedeutung gewonnen. Konkurrierende Ansprüche, strategische Rivalitäten, Ressourceninteressen und unterschiedliche Auslegungen des Völkerrechts stellen die Fähigkeit der Staaten, Meinungsverschiedenheiten ohne Eskalation zu bewältigen, zunehmend auf die Probe.
Ausgehend von aktuellen maritimen Konflikten sowie internationalen Gerichts- und Schiedsverfahren – darunter der Schiedsspruch zum Südchinesischen Meer aus dem Jahr 2016 – wurden in der Diskussion die Rolle und die Grenzen rechtlicher Verfahren bei der Klärung von Rechten und Pflichten, der Verringerung von Unsicherheiten, der Schaffung von Raum für Diplomatie und der Bereitstellung von Alternativen zu Zwang oder Konfrontation erörtert.
Die Podiumsteilnehmenden ordneten diese Themen in den größeren Kontext der Aufrechterhaltung einer regelbasierten internationalen Ordnung ein und bekräftigten die anhaltende Bedeutung des Völkerrechts für den Umgang mit den heutigen geopolitischen Spannungen.