Vorstellung des CNTR Monitor 2025 im politischen Berlin

Launch des CNTR Monitor im Auswärtigen Amt: Gruppe von Personen steht auf einer Treppe mit einem roten Teppich. Manche halten den CNTR Monitor in der Hand.

Launch des CNTR Monitor im Auswärtigen Amt

Projektteam im Dialog mit Stakeholdern zu Künstlicher Intelligenz und globaler Sicherheit

Am 06. Novem­ber 2025 erschien die zweite Aus­gabe des CNTR Monitor zu technologischen Trends und Rüstungskontrolle. Die Open-Access-Publi­kation unter dem Titel „Neue Realitäten in der globalen Sicherheit durch KI“ fasst Forschungsergebnisse des Cluster Natur- und Technikwissenschaftliche Rüstungskontrollforschung (CNTR) zu­sammen und gibt Handlungs­empfehlungen für den Umgang mit neuen Techno­logien und Entwick­lungen in den Natur­wissenschaften. In unterschiedlichen Formaten gemäß PRIFs Transferstrategie fanden am 06. und 07. November rund um die Veröffentl­ichung Gespräche mit Stake­holdern aus Politik, Wissen­schaft, Zivil­gesellschaft und Medien in Berlin statt.

Der offi­zielle Launch des CNTR Moni­tor 2025 fand am Vormittag des 06. Novembers im Aus­wärtigen Amt statt, das mit einer Anschub­finanzierung für vier Jahre die Ein­richtung des Clusters ermög­licht hatte und es bis 2027 weiter fördert. Die Forschenden erläuterten die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Report, der sich schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen von KI auf die globale Sicherheit beschäftigt. Als Querschnittsthema des Clusters berührt KI die Arbeit aller drei Forschungsgruppen, Chemie- und Biowaffenkontrolle, Emerging Disruptive Technologies und Science for Nuclear Diplomacy. Darüber hinaus präsentierten die Forschenden Ergebnisse und Handlungsempfehlungen zu weiteren technologischen Trends wie Drohnen, neue Reaktortechnologien und Entwicklungen in der Biotechnologie. In der anschlie­ßenden Diskussion konnten anwe­sende Abteilungs­vertreter*innen, Referats­leitungen und Refe­rent*innen des Aus­wärtigen Amts Fragen stellen und kommen­tieren. Im Sinne des dialo­gischen Wissens­transfers ging es einer­seits darum, Ergeb­nisse zu präsentieren, und anderer­seits Im­pulse für die weitere Forschungs­arbeit des CNTR aufzu­nehmen. 

Im Anschluss traf sich das Projektteam im Deutschen Bundestag mit MdB Sara Nanni und Mitarbeitenden der Fraktion Bündnis90/Die Grünen sowie mit Ralf Stegner, SPD, Vorsitzender des Unterausschusses Rüstungs- und Proliferationskontrolle, Nichtverbreitung und internationale Abrüstung.

Zudem lud das PRIF im Rahmen der Berlin Science Week 2025 in den Reinhardtstraßenhöfen zu einer öffentlichen Abendveranstaltung zum Thema „Künstliche Intelligenz, Krieg und Kontrolle – Was ist Hype, was echte Gefahr?” ein. Informiert durch den neu erschienenen CNTR Monitor und moderiert durch Elisabeth Waczek diskutierten Andrea Lübcke, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Thorsten Wetzling (Leiter der Forschungseinheit Digital Rights, Surveillance and Democracy, Interface), und seitens CNTR Malte Göttsche und Niklas Schörnig, wie KI sicherheitspolitische Realitäten verändert. 

Den Abschluss des zwei­tägigen Pro­gramms bildete am Vormittag des 07. Novembers ein Treffen mit dem Referat für Rüstungs­kontrolle, OSZE, Rüstungs­export und Rüstungs­exportkontrolle des Bundes­ministeriums der Vertei­digung. Der Schwerpunkt der Diskussion lag insbesondere auf der geopolitischen Dimension der Chip-Produktion, der militärischen Nutzung von KI, auf Drohnen und auf Dual-Use-Risiken durch KI in den Bereichen Biologie und Chemie. Auch mögliche Chancen durch KI für die Rüstungskontrolle standen im Fokus, insbesondere der Einsatz in der Verifikation.

Das CNTR-Projekt­team bedankt sich bei allen Gesprächs­partner*innen der vergangenen Tage für das Inte­resse und den produk­tiven Aus­tausch. 

Der CNTR Moni­tor 2025 „Neue Realitäten in der globalen Sicherheit durch KI “ ist eine Open-Access-Publi­kation, die auf Deutsch und auf Englisch er­scheint. Er kann auf monitor.cntrarmscontrol.org gelesen und herunter­geladen werden.