Ob Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt oder Energiewende – die öffentliche Wahrnehmung ist entscheidend, um zu verstehen, wann und wie Umweltveränderungen und ihre Folgen als Krise interpretiert und politisiert werden. Dem gingen die Teilnehmenden eines Workshops im Rahmen des Leibniz Lab „Gesellschaftliche Umbrüche und Transformationen“ auf den Grund.
Am 12. März 2026 luden das Berliner Büro des Peace Research Institute Frankfurt und das GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in die Räumlichkeiten der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin ein. Um die 20 Teilnehmenden aus der Wissenschaft, öffentlichen Verwaltung, Stiftungen und Thinktanks, sowie politische Entscheidungsträger*innen tauschten sich zum Nexus von öffentlicher Meinung und Umweltkrisen aus. Vorträge einzelner Teilnehmender sowie Gruppendiskussionen fokussierten sich unter anderem auf die Rolle von Umfragedaten im Bereich Klima- und Umweltpolitik, Potenziale und Herausforderungen in der Nutzung und Verlinkung von Umweltdaten mit Umfragedaten, und darauf, wie die Distanz zwischen Wissenschaftler*innen, Datensammler*innen und Entscheidungsträger*innen für effektive Climate Governance überbrückt werden kann.
Ziel war es, die Arbeit und Wirkungslogik der jeweils anderen Gruppen besser zu verstehen, Herausforderungen und Lösungsansätze herauszuarbeiten und persönliche Netzwerke aufzubauen, um zukünftige Zusammenarbeit und effiziente Problemlösungen zu ermöglichen. Wie auch nach einem vorherigen Workshop des Leibniz Lab im ähnlichen Format zu öffentlicher Meinung und Außen- und Sicherheitspolitik, werden die Erkenntnisse aus dem Workshop in einem Spotlight aufbereitet werden.