Wir gratulieren Martin Kobler zur Auszeichnung mit der Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille 2025. Bis 2019 war Kobler als Diplomat im Auswärtigen Dienst tätig. Seit 2020 ist er Mitglied im PRIF-Stiftungsrat. Mit der Medaille würdigt die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) Martin Koblers Engagement im Sinne der Vereinten Nationen. So habe sich Martin Kobler in mehr als drei Jahrzehnten im Auswärtigen Dienst kontinuierlich für die Prinzipien der UN und für Frieden eingesetzt: Unter anderem leitete er die weltweit größte UN-Friedensmission in der Demokratischen Republik Kongo sowie die politischen Missionen der UN in Irak und Libyen und war als stellvertretender Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs für die UN-Mission in Afghanistan tätig. Zuletzt war Kobler Deutscher Botschafter in Pakistan – in dieser Zeit zählte er mit mehr als 160.000 Follower*innen auf Twitter zu den bekanntesten Diplomat*innen. Auch nach dem Ende seiner diplomatischen Laufbahn engagiert sich Martin Kobler weiter für Konfliktlösung und internationale Zusammenarbeit – heute bei der Initiative Diplomats without Borders. Im Oktober erschien außerdem sein Buch ‘Weltenbeben’, in dem er sich mit der Rolle Europas in einem Zeitalter auseinandersetzt, in dem die vermeintlich ‘Stärkeren’ wieder das Sagen haben. Demnach solle Europa seinen Werten treu bleiben und gemeinsam mit den Staaten des Globalen Südens an einer gerechten Welt und einem nachhaltigen Planeten arbeiten.
Hintergrund: Die Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille
Die Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille ist nach dem ehemaligen Generalsekretär der UN und Friedensnobelpreisträger Dag Hammarskjöld benannt, der von 1953 bis 1961 durch die sogenannte "vorbeugende Diplomatie" dem Amt des UN-Generalsekretärs neue Handlungsspielräume und Initiativmöglichkeiten eröffnete. Der Preis wird seit 1977 durch die DGVN an Persönlichkeiten verliehen, die sich mit innovativen Ideen und persönlichem Engagement im kulturellen, wissenschaftlichen, journalistischen oder politischen Bereich für die Prinzipien der UN und für Frieden einsetzen. Zu den früheren Preisträger*innen zählen der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler, der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan und der Entwicklungsökonom Raùl Prebisch. Die diesjährige Preisverleihung findet am 14. November 2025 in Mainz statt. Neben Martin Kobler wird die Schwedin Karin Landgren mit der Medaille ausgezeichnet.