Verhandeln von Sicherheitsrisiken und -chancen im Zeitalter der KI

Die dritte Paneldiskussion und das Publikum der Konferenz am letzten Tag

Während der Konferenz | Foto: Árni Torfason

Ein einwöchiges ACONA-Bootcamp gekrönt von der jährlichen ACONA-Konferenz

Vom 18. bis zum 21. Mai 2026 nahmen 16 Fellows des Jahr­gangs 2025–26 der Arms Control Negotiation Academy (ACONA) an ihrem ab­schließenden ein­wöchigen Boot­camp in Reykjavík teil. Christopher Daase und Sascha Hach leiteten die Ver­anstaltung, während Timothée Hillier-Davis und Jan Quosdorf für die Organi­sation zu­ständig waren. Im Rahmen des Boot­camps entwickelten die Fellows eine Ver­handlungs­kampagne, wobei sie das Wissen an­wendeten, das sie aus den Policy Briefs gewonnen hatten, die sie im Laufe des ver­gangenen Jahres ver­fasst hatten. Um ihre Ver­handlungs­fähig­keiten abzu­runden, nahmen sie an einer ganz­tägigen, viel­schichtigen Ver­handlungs­übung teil. Darüber hinaus trafen sich die Fellows mit Halla Tómasdóttir, der derzeitigen Präsi­dentin Islands, und besuchten das isländische Parlament, wo sie mit zwei Abge­ordneten sprachen.

Am letzten Tag des Boot­camps besuchten die Teil­nehmenden das Höfði-Haus, den symbol­trächtigen Ort, an dem sich der ehe­malige US-Präsident Ronald Reagan und der General­sekretär der Sowjet­union Michail Gorbatschow 1986 zum Gipfel­treffen von Reykjavík trafen. Dort über­reichten Sascha Hach, Geschäfts­führer von ACONA, und Pia Hansson, Direktorin des Instituts für Inter­nationale An­gelegen­heiten an der Uni­versität von Island, den teil­nehmenden Fellows ihre ACONA-Fellowship-Zertifikate.

Nach dem Boot­camp blieben die Fellows noch einen weiteren Tag in Reykjavík, da am Freitag, den 22. Mai 2026, die 5. ACONA-Konferenz statt­fand. Bot­schafter*innen aus Finn­land, Deutsch­land und Kanada sowie hoch­rangige Diplomat*innen und Expert*innen nahmen gemeinsam mit den ACONA-Fellows an der Veran­staltung teil. Während der Konferenz boten vier ver­schiedene Podiums­diskussionen Ein­blicke in ver­schiedene Themen rund um das dies­jährige Thema „Ver­handlung von Sicherheitsrisiken und -chancen im Zeit­alter der KI“: Die Bot­schafter, die an der ersten Podiums­diskussion teilnahmen, sprachen über die Rolle der Mittel­mächte in einer neuen und sich wandelnden Welt­ordnung. Die zweite Podiums­diskussion befasste sich mit der Geschichte und brachte einige Berichte aus erster Hand über den oben erwähnten historischen Gipfel von Reykjavík im Jahr 1986. Im Gegen­satz dazu befasste sich die dritte Podiums­diskussion unter der Moderation von Christopher Daase mit neuen Techno­logien, wobei der Schwer­punkt auf den potenziellen Aus­wirkungen der KI auf die Rüstungs­kontrolle lag. Schließlich bot die vierte Podiums­diskussion, der ACONA Invitation Round­table, den ACONA-Fellows eine Platt­form, um die Ergeb­nisse einer weiteren Bootcamp-Übung vorzustellen: des „Design Thinking Work­shops“. Sie dis­kutierten mögliche diplo­matische Lösungen für aktuelle Themen, wie beispiels­weise die Arktis als geo­politischer Brenn­punkt. Zudem wurden vor Ende der Konferenz die dies­jährigen Gewinner der Ver­handlungs­übung und des besten ACONA-Policy-Briefs, mit dem Titel „Leveraging Nuclear Disarmament Verification for Diplomatic Breakthrough in Multilateral Disarmament“, aus­gezeichnet. 

Sascha Hach, Timothée Hillier-Davis und Jan Quosdorf, die Organi­satoren sowohl des Boot­camps als auch der Kon­ferenz, kamen zu dem Schluss, dass die Woche in Reykjavík ein „erfolg­reiches Unter­fangen“ war, das dank der Unter­stützung ihrer Kolleg*innen in Island möglich wurde.

Bewer­bungen für die Teil­nahme am ACONA-Jahrgang 2026–27 sind noch bis zum 31. Mai 2026 möglich. Weitere Infor­mationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.armscontrolnegotiationacademy.org/application