TraCe „Handbook on Transformations of Political Violence“ bei Routledge veröffentlicht

Schwarz-Weiß Bild eines großen Lochs in einer Wand

Nick Bolton | Unsplash

Handbook bündelt TraCe Forschung in interdisziplinärem Überblick

Der Krieg in der Ukraine, neue Waffen­technologien und unverblümte Völker­rechtsbrüche: Der Wandel politischer Gewalt scheint derzeit offen­sichtlich – ist jedoch deutlich facetten­reicher. Das „Handbook on Trans­formations of Political Violence“, am 24. August 2026 bei Rout­ledge erschienen, geht den weniger offen­sichtlichen Ausprägungen und Ver­änderungen politischer Gewalt nach. Der von TraCe Forschenden Thorsten Bonacker, Christopher Daase, Jonas J. Driedger, Nguyễn Phạm Lam-Phương und Jannik Pfister heraus­gegebene Band bündelt die For­schung des Forschungs­verbunds „Transformations of Political Violence“ (TraCe)

Das Rout­ledge Handbook setzt dort an, wo die Ana­lyse einzelner Gewalt­phänomene an Grenzen stößt. Es verbindet unter­schiedliche Forschungsstränge und rückt neue Gewalt­formen, institutionelle Strukturen und gesell­schaftliche Deutungen in den Fokus. Dabei zeigt das Hand­book, dass neue Formen politischer Gewalt be­stehende nicht einfach ersetzen, sondern neben sie treten, sie über­lagern oder altbekannte Konflikte ver­ändern. 

In ihren Beiträgen thematisieren die Autor*innen Erscheinungs­formen wie die Internationali­sierung von Bürger­kriegen, digitale Tech­nologien, die ambi­valente Rolle von Institutionen wie inter­nationalen Organisationen und Erinnerungs­kultur, Sprache und politische Narra­tive. Die Beiträge stammen aus Disziplinen wie Politik- und Sozial­wissenschaften, Anthro­pologie, Geschichts-, Kultur- und Rechts­wissenschaft und verbinden unterschiedliche theo­retische, methodische und empirische Zu­gänge. 

Das Hand­book ist bei Routledge er­hältlich oder als kostenloser Down­load in englischer Sprache verfüg­bar.