Anlässlich des 30. Jahrestages der Unterzeichnung des Dayton-Abkommens war Thorsten Gromes am 21. November beim Fachtag des Polizeipräsidiums Südosthessen zu den Folgen der Jugoslawienkriege, insbesondere dem Krieg in Bosnien und Herzegowina und Völkermord von Srebrenica 1995, zu Gast. Im Fokus standen deren gesellschaftliche Folgen sowie ihre Bedeutung für die heutige Polizeiarbeit.
Thorsten Gromes, Projektleiter und Senior Researcher am PRIF im Programmbereich Innerstaatliche Konflikte, und Armina Omerika von Goethe Universität Frankfurt gaben den teilnehmenden Polizist*innen historische und gegenwärtige Einblicke in die Entstehungsgründe sowie die bis heute wirkenden politischen Konsequenzen der Jugoslawienkriege.
Im anschließenden Podiumsgespräch, moderiert von der Kommunikationswissenschaftlerin Merima Džaferović, wurden die akademischen Impulse vertieft und durch die Beiträge von Advija Ibrahimović, Zeitzeugin und Überlebende von Srbrenica, sowie Marco Weller, Leiter der Abteilung Einsatz des Polizeipräsidiums Südosthessen, die Bedeutung von Erinnerungskultur, historischem Wissen und Empathie für sensibles polizeiliches Handeln betont.
Vor dem Hintergrund der Folgen der Jugoslawienkriege, die bis heute für viele Menschen in Deutschland spürbar sind, sprach sich der Fachtag für kultursensible, bürgernahe Polizeiarbeit, demokratische Werte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Ziele der “Resilienten Polizei”-Strategie Hessens aus.
Weitere Informationen zum Fachtag finden sie auf dem Presseportal des Polizeipräsidiums Südosthessen.