The Social Life of Justice in Colonial Systems of Violence

Informationstafel im South Australian Museum zum Thema Truth/Reconciliation/Healing im Kontext eines Gedenkparks.

Informationstafel über den Wangayarta-Gedenkpark im South Australian Museum. Foto: Sabine Mannitz

Sabine Mannitz organisiert Panel auf Kongress der Australian Anthropological Society

Sabine Mannitz trug mit ihrem Panel „The Social Life of Jus­tice in Colonial Systems of Violence“ zum dies­jährigen Kongress der Australian Anthropo­logical Society bei, der vom 10. bis 12. Juni 2026 in Mparntwe/­Alice Springs stattfand. Im Rahmen des Panels referierte sie selbst zu „After­lives of Truth and Recon­ciliation Commissions in (Post)Colonial Settings“ am Beispiel Kanadas. Weitere Beiträge befassten sich mit der Frage aus­bleibender Reparationen für den Sklaven­handel, dem kolonialen Rechtserbe sowie lokalen Trauer­kulturen für vermisste Personen in Kaschmir und Punjab, Indien. 

Mannitz, die am PRIF den Programm­bereich Lokale Friedens­ordnungen leitet, verband ihren Aufenthalt in Australien mit weiterer Forschung und Hintergrund­gesprächen im süd­australischen Adelaide über den Umgang von Museen und öffentlichen Bildungs­einrichtungen mit kolonialer Gewalt gegen­über indigenen Völkern.

Der Kongress der Australian Anthropo­logical Society (AAS) bringt jährlich Anthropolog*­innen aus der ganzen Welt zusammen. Das diesjährige Motto „Linien, Ebenen, Tiefe“ ist eine Hommage an den Ort Mparntwe/­Alice Springs im Zentrum des austra­lischen Outback, wo der Kongress in diesem Jahr erstmalig aus­gerichtet wurde.