Naturwissenschaftliche Expertise mit gesellschaftlicher Verantwortung

Zwei Männer durchschneiden eine Schleife vor einer halbgeöffneten Tür

Malte Göttsche (CNTR) und Darius Rahimi (Auswärtiges Amt) bei der Eröffnungszeremonie

Eröffnung des CNTR-Labors an der TU Darmstadt

Am 21. Januar wurde das CNTR-Labor an der Technischen Universität Darmstadt feierlich eröffnet. Das Labor, zugehörig zum Cluster für Natur- und Technikwissenschaftliche Rüstungskontrollforschung (CNTR) ist ein Multifunktionslabor mit einem Augenmerk auf Verifikationstechnologien. 

Das Labor erlaubt beispielsweise, bestehende und zukünftige Sensoren und Detektoren zu testen. Hierbei geht es nicht nur um rein technische Tests, sondern auch um anwendungsbezogene Studien, Einsatzprotokolle und Lehre, beispielsweise im Rahmen von Übungen mit entsprechenden Attrappen. Hierzu ist das Labor mit Geräten für die Forschung und Entwicklung ausgestattet wie Detektoren für ionisierende Strahlung, zwei 3D-Druckern (Filamentdruck und Stereolithographie), die die Herstellung von großvolumigen und Präzisionskomponenten ermöglichen, und Geräten im Bereich Elektronik (Oszilloskope und ähnliche Auslesegeräte).

Zur Eröffnung des Labors fand eine Zeremonie mit Teilnehmenden von CNTR und seinen Partnerinstitutionen statt.

Prof. Dr. Thomas Walther, Vizepräsident für Innovation und Internationales an der TU Darmstadt, lobte den besonderen Vernetzungscharakter von CNTR: „Die naturwissenschaftliche Friedensforschung im CNTR führt sowohl fachliche Expertise unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen als auch die drei Wisssenschaftsstandorte Darmstadt, Frankfurt und Gießen zusammen. Damit ist das Cluster ein Beispiel par exellence für interdisziplinäres Forschen im Verbund und für gelebten xchange“, so Walther in seinem Grußwort.

Susanne Boetsch, Administrative Geschäftsführerin am PRIF, hob in ihrem Grußwort die Verbindung von naturwissenschaftlicher Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung hervor: „Unter der Leitung von Prof. Malte Göttsche wird in diesem Labor eine Brücke gebaut zwischen physikalischer Expertise und friedenspolitischer Verantwortung. Eine Brücke, die wir heute ganz konkret betreten.“

Darius Rahimi, Referatsleiter für Rüstungskontrolle, Nichtverbreitung und Abrüstung im Auswärtigen Amt, betonte die Bedeutung der Forschung von CNTR im Bereich Verifikation für die Zukunft der Rüstungskontrolle. Auch wenn die Rüstungskontrolle im derzeitigen internationalen Klima vor Herausforderungen steht, bleibt es wichtig, neue Verifikationstechnologien zu entwickeln und deren mögliche politische Umsetzung interdisziplinär zu erforschen. Das Auswärtige Amt hat die Einrichtung des Clusters mit einer Anschubfinanzierung ermöglicht und fördert CNTR noch bis einschließlich 2027.

Das Cluster Natur- und Technikwissenschaftliche Rüstungskontrollforschung (CNTR) ist ein Forschungsverbund zwischen PRIF, der Technischen Universität Darmstadt und der Justus-Liebig-Universität Gießen. CNTR erforscht neue Technologien und Entwicklungen in den Naturwissenschaften aus interdisziplinärer Perspektive und entwickelt Empfehlungen zur Stärkung der Rüstungskontrolle.