Nachwuchswissenschaftlerin im internationalen Austausch

Ein altes rotes Gebäude mit Türmchen an einem quadratischen Platz mit Begrünung und einer Statue in der Mitte

Rita Kopp bei Summer School in Syracuse, NY

Im Juni 2025 nahm Rita Kopp an der Summer School des Institute for Qualitative and Multi-Method Research (IQMR) an der Max­well School of Citizenship and Public Affairs der Syracuse University teil. Die zwei­wöchige Summer School bringt seit über 20 Jahren jährlich über hundert Wissenschaftler*innen aus aller Welt zusammen – vor allem Promo­vierende aus der Politikwissenschaft, aber auch Forschende angrenzender Dis­ziplinen wie Soziologie – um sich mit Fragen der quali­tativen und multi-methodischen Forschung aus­einanderzusetzen und ihre Forschungsdesigns weiterzuentwickeln.

Kopp besuchte im Rahmen der Summer School drei Module zu Feld­forschung, ethnografischen Methoden und Mixed Methods. Darüber hinaus stellte sie ihr Dissertations­projekt mit dem Titel „Das Gesetz zur Deklaration der Rechte indigener Völker in Kanada: Eine geschlechtsspezifische Analyse des Umsetzungsdiskurses und der Folgen für Indigene Frauen und Mädchen“ im Rahmen der täglich stattfindenden Kolloquien vor und nutze die Gelegen­heit zu einer individuellen Konsultation mit einer Dozentin der Maxwell School zu Fragen des Daten­managements. Neben der Vertiefung methodischer Kenntnisse durch die Module bot vor allem die inter­nationale Zusammensetzung der Summer School Gelegenheit, Forschungs­designs und methodische Herausforderungen aus sehr unter­schiedlichen Perspektiven zu betrachten und ermöglichte wert­volle Impulse für die weitere Be­arbeitung ihres Dissertationsprojekts. 

Begleitet wurde das akademische Programm durch ver­schiedene Veranstaltungen, wie eine feierliche Eröffnung, ein Filmabend sowie thematische „Political Lunches“ mit re­gionalem Fokus. Gemeinsam mit weiteren Ver­anstaltungen außerhalb des offiziellen Rahmens bot der Aufenthalt so die Möglichkeit zu umfassendem per­sönlichem und wissenschaftlichem Aus­tausch und Vernetzung. Durch die schwierige Lage in den USA – sei es im Hinblick auf die Situation der Sozialwissen­schaften oder auf aktuelle Einreisebeschränkungen – waren Sorgen über po­litische Entwicklungen und damit ver­bundene Herausfor­derungen in vielen Gesprächen präsent. Nichts­destotrotz war der gegenseitige Austausch von einem optimistischem Grundton, kollegialer Atmos­phäre und Freundschaftlichkeit geprägt, sodass der Aufenthalt nicht nur die Aus­richtung des Promotionsprojekts, sondern auch ihre Perspektive als junge Wissen­schaftlerin nachhaltig prägte.