Die Mitglieder des Vorstands der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) haben Malte Göttsche zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Am 5. Mai wurde bei einer Veranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens der DSF der alte Vorstand verabschiedet und der neue Vorstand begrüßt. Mit Malte Göttsche übernimmt zum ersten Mal ein Naturwissenschaftler die Spitze des Vorstands.
Göttsche gehört dem Vorstand seit 2024 an und tritt die Nachfolge von Professor Ulrich Schneckener an, der die Vorstandsarbeit über zehn Jahre lang geleitet hatte. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen die Arbeit der Stiftung weiter zu stärken und neue Impulse im Forschungsfeld zu setzen. Mein Dank gilt Ulrich Schneckener für seinen unermüdlichen Einsatz, der die Stiftung auf ihren jetzigen Erfolgskurs gebracht hat“, erklärt er.
Im Rahmen der Veranstaltung sprach Christopher Daase, stellvertretendes geschäftsführendes Vorstandsmitglied des PRIF auf einem Podium zum Thema „Weltpolitik ohne Regeln? Europas Optionen zur Stabilisierung der internationalen Ordnung“. Ebenfalls auf dem Podium vertreten waren Robin Geiß (Direktor des UNIDIR, Genf), Gwendolyn Sasse (Wissenschaftliche Direktorin, ZOiS, Berlin), Nils Schmid (Parlamentarischer Staatssekretär, Bundesministerium der Verteidigung) und Cilja Harders (Leiterin der Arbeitsstelle Politik im Maghreb, Mashreq und Golf, FU Berlin). Malte Göttsche übernahm das Schlusswort.
Malte Göttsche ist Professor für naturwissenschaftliche Friedensforschung am PRIF und der TU Darmstadt, Co-Sprecher des Clusters Natur- und Technikwissenschaftliche Rüstungskontrollforschung (CNTR) und Leiter der Forschungsgruppe Science for Nuclear Diplomacy. Er arbeitet zu nuklearer Nichtverbreitung, Rüstungskontrolle und Abrüstung mit Schwerpunkt auf der Entwicklung von Verifikationsmethoden und -technologien.
Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) wurde im Oktober 2000 durch die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF), gegründet. Sie hat zum Ziel, die Friedensforschung in Deutschland zu fördern und ihre Unabhängigkeit sicherzustellen.