Leon Krause nahm an den diesjährigen Lutherstudientagen der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt in Wittenberg teil. Unter dem Titel “Ob Kriegsleute in seligem Stand sein können – Vom gerechten Krieg zum gerechten Frieden” diskutierten vom 30. Oktober bis 1. November Vertreter*innen aus Wissenschaft, Militär und Kirche die Frage, ob sich christlicher Glaube mit Soldatentum und Aufrüstung vereinbaren lässt.
Die Basis der Studientage bildeten Martin Luthers Text “Ob Kriegsleute in seligem Stande sein können” und die Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche Deutschland von 2025. Die Teilnehmer*innen setzten sich mit der Idee eines gerechten Kriegs oder eines gerechten Friedens auseinander und diskutieren, welche Konsequenzen sich daraus ergeben.
Leon Krause beleuchtete in seinem Vortrag zum Thema “Krieg als politisches Mittel” Perspektiven auf Aufrüstung und aktuelle Dynamiken internationaler Politik. Neben Krause diskutierten Prof. Dr. Matthias Rogg und Generalmajor a. D. Oliver Kohl über das Thema “Soldat und Christ – (k)ein Widerspruch”. Militärgeneraldekan Thorsten Kirschner sprach über Herausforderungen in der Militärseelsorge.
Leon Krause ist assoziierter Forscher im Programmbereich Internationale Institutionen am PRIF und Doktorand am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) in Frankfurt. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der öffentlichen Meinung zur Außenpolitik, den Effekten internationaler Ereignisse auf nationale Polarisierung und Politisierung, sowie der Identifizierung von Kausaleffekten durch (Umfrage-)Experimente.
Weitere Informationen zu den Lutherstudientagen finden sich auf der Website der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt.