Start der zweiten Förderphase von ANCIP

Fünf Personen der ANCIP-Netzwerkgruppe, darunter Antonia Witt und S. Elisabeth Warnck, stehen neben der Gandhi-Büste im PRIF

Zweitägiger Workshop zur ANCIP-Zusammenarbeit und -Forschungsagenda

Anfang Mai traf sich das Kom­petenz­netz­werk „African Non-military Conflict Inter­vention Practices“ (ANCIP) zum Auftakt der zweiten Förder­phase, die vom Bundes­ministerium für Forschung, Techno­logie und Raum­fahrt (BMFTR) be­willigt wurde. Das Netz­werk wird nun von PRIF ko­ordiniert. Deshalb richtete das Institut am 7. und 8. Mai 2026 den von Antonia Witt und S. Elisabeth Warnck organisierten zwei­tägigen Work­shop aus. Im Mittel­punkt der Work­shop-Diskus­sionen standen die Intensi­vierung der institu­tionen­über­greifenden ANCIP-Zusammen­arbeit sowie die Stra­tegie-Ent­wicklung zur Festigung der Forschungs­agenda von ANCIP. Das Netz­werk plante neue Ver­anstaltungs­formate, konzipierte konkrete Formate für den Wissens­transfer und plante Konferenz­panels.

In den nächsten zwei Jahren wird die Forschung des ANCIP-Netzwerks auf den Erkennt­nissen der letzten vier Jahre auf­bauen und die tief­greifend veränderte globale geo­politische Lage berück­sichtigen. Im Mittel­punkt der zweiten Phase stehen der Ausbau und die Nachhaltig­keit der ANCIP-Daten­bank. Sie wird zeitlich und räumlich erweitert und um zusätzliches Quellen­material ergänzt. Das Daten­bank­projekt zielt zudem darauf ab, die Visuali­sierungen von Inter­ventions­daten weiter­zuent­wickeln, die in der ersten Phase mittels eines inter­aktiven Dash­boards an­gestoßen wurden. Dies wird gemeinsam vom PRIF und der Universität Leipzig koordiniert.

Für die zweite Phase ist S. Elisabeth Warnck als Post­doktorandin zum PRIF gestoßen. Zuvor arbeitete sie an der Universität Leipzig an der ANCIP-Daten­bank. Am PRIF wird sie auf den Daten und Erkenntnissen der ersten Phase aufbauen. Konkret untersucht das am PRIF angesiedelte Teil­projekt die Schnitt­stellen zwischen militärischen und nicht­militärischen Inter­ventionen und deren jeweiligen Praktiken.  

Ein weiteres Teil­projekt, das von den Projekt­partnern am Institut für Ent­wicklung und Frieden (INEF) in Duis­burg koordiniert wird, befasst sich mit der Frage, wie afrikanische regionale Organi­sationen ihre nicht­militärischen Konflikt­interventions­praktiken angesichts sich wandelnder globaler Macht­konstellationen und eines zu­nehmend um­kämpften geo­politischen Um­felds an­passen.