Vom 17. bis zum 19. Juni fand an der Universidad Nacional de Educación a Distancia (UNED) in Madrid ein internationaler Workshop mit dem Titel „Mobilizations in the 21st Century Neoliberal Order: Comparing Latin America and the Middle East and North Africa“ statt. Irene Weipert-Fenner und Jonas Wolff trugen mit einem gemeinsamen Paper zum Thema „Mobilization and the global Energy Transition: Tunisia and Colombia in Comparison“ zum Programm bei.
Ziel des Workshops war, soziale Bewegungen in Ländern des Globalen Südens miteinander zu vergleichen. Die Forschenden aus Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika sowie aus Nord- und Südamerika interessierten sich besonders für politökonomische Perspektiven auf die Entstehung und Entwicklung sozialer Bewegungen sowie deren Zusammenspiel mit politischen Transformationsprozessen.
Diese Aspekte berücksichtigen auch Weipert-Fenner und Wolff in ihrem Paper: Sie vergleichen Mobilisierungsdynamiken auf lokaler und nationaler Ebene im Kontext erneuerbarer Energieprojekte in Kolumbien und Tunesien. Dabei zeigen sie, wie in beiden Ländern vergangene Auseinandersetzungen mit einem auf Rohstoffausbeutung basierenden Entwicklungsmodell sowie postkoloniale Zentrum-Peripherie-Beziehungen die aktuellen Konflikte um die globale Energiewende prägen.