Die zahlreichen bewaffneten Konflikte weltweit werfen immer wieder die Frage auf, ob und wie militärisches Eingreifen die Gewalt zurückdrängt oder noch verschlimmert. Solche Auslandseinsätze sorgten für viele politische und akademische Kontroversen. Gefördert von der Deutschen Stiftung Friedensforschung, veranstaltete das PRIF im September einen Workshop zu humanitären militärischen Interventionen und Friedensmissionen in laufenden bewaffneten Konflikten. Der Aufruf zum Workshop hatte ein so großes Interesse ausgelöst, dass das Organisationsteam nicht einmal jeden siebten Themenvorschlag annehmen konnte. An zwei Tagen diskutierten die Teilnehmenden Papiere von:
- Alexandra Cook, University of Amsterdam, & Jakob Landwehr-Matlé, TU Chemnitz
- Linnéa Gelot, Swedish Defence University & Prabin B. Khadka, University of Essex
- Thorsten Gromes, PRIF
- Nikandros Ioannidis, Cyprus University of Technology & Iosif Kovras, University of Cyprus
- Lucas Kori Leonhard, PRIF
- Christian Oswald, Center for Crisis Early Warning (CCEW), Universität der Bundeswehr München, Christoph Dworschak, DEval – German Institute for Development Evaluation, Jenniina Kotajoki, Uppsala University & Marcella H. Morris
- Melanie Sauter, Universität Mannheim
Organisiert wurde der Workshop von Thorsten Gromes, Lucas Kori Leonhard und Sarah Pauly im Rahmen des Projekts Wirkungen und Wirkungsweisen humanitärer militärischer Interventionen, ebenfalls finanziert von der Deutschen Stiftung Friedensforschung. Auf Basis des Datensatzes zu humanitären militärischen Interventionen nach 1945 untersucht das Projekt, ob und unter welchen Bedingungen diese Einsätze Gewaltkonflikte eskalieren oder de-eskalieren.