Vom 20. Februar bis zum 29. März 2026 war Johanna Speyer zu Gast an der Universität St. Gallen. Der Aufenthalt ging auf eine Einladung von Prof. Klaus Dingwerth zurück. Er begleitet Johanna Speyer als Mentor im Rahmen des Leibniz Mentoring, einem Programm der Leibniz-Gemeinschaft, das hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen fördert.
Während ihres Gastaufenthalts arbeitete Johanna Speyer an ihrem Buchprojekt „Backlash Against the International Order. Contesting Liberal Norms and Institutions in the EU and beyond“, das den Widerstand von Staaten gegen liberale Ordnungen in den Blick nimmt. Empirisch beschäftigt sie sich dabei mit dem Widerstand gegen die EU in Polen in den Jahren 2015 bis 2017 sowie mit der Abwesenheit eines solchen Widerstandes in Portugal 2015-2017 und Polen in den Jahren 2005 bis 2007.
Johanna Speyer arbeitete außerdem an zwei Artikelprojekten, von denen sich eines sich mit Normhierarchien und der Kontestation von Fundamentalnormen beschäftigt, das zweite mit der Kontestation internationaler Ordnungen. Im Rahmen des Political Science Research Seminar der School of Economic and Political Science (SEPS) hatte sie am 24. März 2026 die Möglichkeit, eines der Artikelprojekte vorzustellen und zu diskutieren.
Am PRIF ist Johanna Speyer Postdoc in der LOEWE-Forschungsgruppe Weltordnungen im Konflikt und Researcher am Programmbereich Internationale Institutionen. Sie forscht zur Kontestation von Normen und Institutionen, den Dynamiken internationaler Autorität und der Frage, wann (Norm-)Kontestation eine Ordnungskrise zur Folge hat.