Am 25. März 2026 war Stefan Kroll an der Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn zu Gast, um mit Schüler*innen über den Zustand der Demokratie vor dem Hintergrund weltweiter Autokratisierungsprozesse zu diskutieren. Anlässlich des schulinternen Tags unter dem Motto „Courage“ hatte der Leistungskurs Politik & Wirtschaft der gymnasialen Oberstufe mehrere Themenschwerpunkte erarbeitet, die von den Mitschüler*innen anderer Leistungskurse weiterentwickelt und in die rege Diskussion eingebracht wurden. Zu den Themen gehörten Militarisierung, Völkerrecht und autokratischer Staatsumbau – insbesondere in den USA.
Nach einer kurzen Einführung zum Konfliktgeschehen weltweit und der Zunahme autokratisch regierter Staaten moderierten zwei Schüler*innen das eineinhalbstündige Gespräch mit Stefan Kroll, dem sie den Titel „Kampf für die Demokratie – Wichtiger denn je im Zeitalter der Autokratisierung?“ gegeben hatten. Befördert durch die tagesaktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg rückte dabei auch verstärkt die Rolle des Völkerrechts in den Fokus. Es ging um die friedliche Bewältigung von Konflikten und Militarisierungsdynamiken. Weiterhin interessierten sich die Schüler*innen für die Gefährdung, die auf nationaler und internationaler Ebene von autokratischen Akteuren für regelbasierte Ordnungen ausgeht. Dabei nahmen sie immer wieder aktuelle militärische Auseinandersetzungen in den Blick und diskutierten nicht zuletzt auch Konfliktdynamiken und antidemokratische Tendenzen in Deutschland.
Die Diskussion profitierte von der ausführlichen Vorbereitung und engagierten Beteiligung der Schüler*innen. In der anschließenden Nachbereitung zeigten sich diese wiederum überzeugt von einer politikwissenschaftlichen Sichtweise auf die unruhige Weltlage.