Die seit dem Zweiten Weltkrieg etablierte globale Ordnung ist einem tiefgreifenden Wandel unterworfen, der auch das Selbstverständnis Europas und seine Bedeutung in der Welt ins Wanken bringt. Dass sich Europa aus der Abhängigkeit von seinen internationalen Partnern lösen und künftig aus eigner Kraft behaupten muss, scheint unbestritten zu sein. Die Bad Homburg Conference 2026 des Forschungskollegs Humanwissenschaften lädt die Öffentlichkeit zur Diskussion darüber ein, was dies konkret bedeutet. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen bringt die Konferenz die Perspektiven von Wissenschaftler*innen (Rechts- und Politikwissenschaften) und Praktiker*innen (Europapolitik und Militär) miteinander ins Gespräch.
Zum einen widmet sich die Konferenz der Frage, wie sich die Identität des europäischen Staates in seinem Staats- und Rechtsverständnis manifestiert. Zum anderen befasst sie sich mit den Außenbeziehungen Europas. Welche neuen Allianzen kann und muss Europa eingehen, um seine wirtschaftliche Stabilität zu erhalten? Wie muss Europa strategisch aufgestellt sein, um die eigene Verteidigungsfähigkeit zu erreichen? Welche politischen und rechtlichen Voraussetzungen braucht es, damit die europäischen Staaten gemeinsam Verantwortung für ihre Sicherheit tragen können? Zu diesem Themenfeld wird Stefan Kroll am zweiten Konferenztag die Podiumsdiskussion „Europas Rolle in der Welt: Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik“ moderieren. Es diskutieren:
- Carolyn Moser, Rechtswissenschaftlerin, Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht Heidelberg, Expertin für europäische Sicherheit und Verteidigung
- Jürgen-Joachim von Sandrart, Generalleutnant a.D. des Heeres der Bundeswehr, zuletzt Kommandierender General des Multinationalen Korps Nord-Ost
Wann: 18. September 2026, 12:00–13:30 Uhr
Wo: Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt/M., Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg
Zur Teilnahme sind alle interessierten Bürger*innen eingeladen. Um Anmeldung bis zum 11.09.2026 wird gebeten. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Das vollständige Konferenzprogramm sowie weitere Informationen finden sie auf der Website des Forschungskollegs Humanwissenschaften.