Erst Venezuela, nun Grönland?

Donald Trump und Friedrich Merz in einem Konferenzraum im Weißen Haus.

PRIF-Forschende ordnen die aktuelle Weltlage auf PRIF Blog ein

Seit Anfang des Jahres überschlagen sich die Ereignisse: Nach der völkerrechtswidrigen US-Intervention in Vene­zuela erhebt US-­Präsident Donald Trump Anspruch auf Grönland. Was bedeutet das für die Prinzipien einer regelbasierten Weltordnung und die transatlantischen Beziehungen? 
Im institutseigenen Blog und in der Presse ordnen unsere Wissenschaftler*­innen die aktuellen Entwick­lungen und ihre Folgen ein.

Jonas Wolff richtet auf dem PRIF Blog gemein­sam mit Annika Oettler und Stefan Peters den Blick auf die Situation in Venezuela: Sie zeigen auf, wie und unter welchen Bedingungen nun eine demo­kratische Entwicklung möglich wäre (zuerst erschienen im IPG Journal). Daran anknüpfend erörtert Jonas Wolff gemeinsam mit Solveig Richter, was Deutschland und die EU tun können, um einen demo­kratischen Wandel im Land zu unterstützen

Außerdem blicken die PRIF-­Wissenschaftler*innen auf die Konse­quenzen des US-Vorgehens für die regel­basierte internationale Ordnung – und auf mögliche Reak­tionen aus Deutschland und der EU. So ordnet Thilo Marauhn auf dem PRIF Blog das Vorgehen der US-Regierung in Venezuela aus völker­rechtlicher Perspektive ein. Er begründet, warum eine klare Posi­tionierung der Bundesregierung nicht zuletzt für die Stellung des Völkerrechts essenziell ist. Vor diesem Hintergrund argumentiert Nicole Deitelhoff in ihrer Kolumne „Die Welt im Blick“ im tagesspiegel (Paywall), dass die Bundes­regierung nicht nur den USA, sondern auch allen anderen Staaten gegen­über auf die Geltung des Völker­rechts pochen sollte.

Weiterhin fordert Patrick Flamm mit Blick auf die US-­Drohun­gen gegenüber Grönland die EU auf, Verant­wortung für die dänischen Bündnis­partner sowie für die Selbst­bestimmung Grönlands zu über­nehmen. Und anlässlich des Besuchs Donald Trumps beim Weltwirt­schaftsforum in Davos gibt Stefan Kroll im Interview mit dem WDR seine Ein­schätzung zu in­formellen Gesprächen als Möglichkeit des Vertrauens­aufbaus.