Seit Anfang des Jahres überschlagen sich die Ereignisse: Nach der völkerrechtswidrigen US-Intervention in Venezuela erhebt US-Präsident Donald Trump Anspruch auf Grönland. Was bedeutet das für die Prinzipien einer regelbasierten Weltordnung und die transatlantischen Beziehungen?
Im institutseigenen Blog und in der Presse ordnen unsere Wissenschaftler*innen die aktuellen Entwicklungen und ihre Folgen ein.
Jonas Wolff richtet auf dem PRIF Blog gemeinsam mit Annika Oettler und Stefan Peters den Blick auf die Situation in Venezuela: Sie zeigen auf, wie und unter welchen Bedingungen nun eine demokratische Entwicklung möglich wäre (zuerst erschienen im IPG Journal). Daran anknüpfend erörtert Jonas Wolff gemeinsam mit Solveig Richter, was Deutschland und die EU tun können, um einen demokratischen Wandel im Land zu unterstützen.
Außerdem blicken die PRIF-Wissenschaftler*innen auf die Konsequenzen des US-Vorgehens für die regelbasierte internationale Ordnung – und auf mögliche Reaktionen aus Deutschland und der EU. So ordnet Thilo Marauhn auf dem PRIF Blog das Vorgehen der US-Regierung in Venezuela aus völkerrechtlicher Perspektive ein. Er begründet, warum eine klare Positionierung der Bundesregierung nicht zuletzt für die Stellung des Völkerrechts essenziell ist. Vor diesem Hintergrund argumentiert Nicole Deitelhoff in ihrer Kolumne „Die Welt im Blick“ im tagesspiegel (Paywall), dass die Bundesregierung nicht nur den USA, sondern auch allen anderen Staaten gegenüber auf die Geltung des Völkerrechts pochen sollte.
Weiterhin fordert Patrick Flamm mit Blick auf die US-Drohungen gegenüber Grönland die EU auf, Verantwortung für die dänischen Bündnispartner sowie für die Selbstbestimmung Grönlands zu übernehmen. Und anlässlich des Besuchs Donald Trumps beim Weltwirtschaftsforum in Davos gibt Stefan Kroll im Interview mit dem WDR seine Einschätzung zu informellen Gesprächen als Möglichkeit des Vertrauensaufbaus.