Zum erstem Juli 2026 wird der Ökonom Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Schmidt sein Amt als Präsident der Leibniz-Gemeinschaft antreten. Bereits vorab war er zu Gast am PRIF, um das Institut kennen zu lernen.
Christoph Schmidt ist seit 2002 Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen sowie Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik und Angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum. Daneben ist er unter anderem Mitglied der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) und war von 2009 bis 2020 Teil des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Im Dezember 2025 wurde Schmidt durch die Mitgliederversammlung der Leibniz-Gemeinschaft zum Nachfolger der derzeitigen Präsidentin Martina Brockmeier gewählt. Er wird für vier Jahre an der Spitze des Präsidiums und des Vorstands der Forschungsgemeinschaft stehen.
Wir nutzten die Gelegenheit des Besuchs, um im Rahmen einer Präsentation unsere Forschungsschwerpunkte und Transferinitiativen vorzustellen. In der Diskussion betonten wir den hohen Grad der Interdisziplinarität aus Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften an unserem Institut. Diese ermöglicht nicht nur die umfassende Arbeit an Problemlösungen für die gegenwärtigen Krisen im Bereich Frieden und Sicherheit, auch neue Ansätze der Grundlagenforschung etwa durch künstliche Intelligenz sind so am PRIF möglich. Der designierte Leibniz Präsident Schmidt bestärkte uns in diesen Initiativen und betonte seinerseits, wie wichtig es ist, das Vertrauen in die Wissenschaft als „Motor des Fortschritts“ und als Teil einer offenen Gesellschaft zu stärken.
Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft ist einer der vier großen außeruniversitären Forschungsverbünde Deutschlands. Sie verbindet 96 Forschungseinrichtungen, die sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen sowie deren Transfer in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft widmen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. PRIF ist seit 2009 Teil des Verbunds.