Die Möglichkeiten der UN Charta Ausschöpfen

Kerstin Leitner; the presentation slide "UN Charter" and PRIF audience in background

Kerstin Leitner zu Gast am PRIF

Am 27. Oktober hielt Kerstin Leitner am PRIF einen Vortrag zur Frage, wie die Vereinten Nationen (UN) und ihre Charta als Instru­ment der inter­nationalen Politik wieder an politi­schem Gewicht gewinnen können – in einer Zeit, in der ihr zentrales Verbot der Gewalt­anwendung offen miss­achtet wird. Der Vortrag wurde durch die Forschungs­gruppe Friedens­sicherung und Konflikt­management durch die Vereinten Nationen (UNPAC) organisiert. 

Kerstin Leitner war fast drei Jahr­zehnte im UN-System tätig, arbeitete für das UNDP und die WHO an verschie­denen Stand­orten in Afrika, China, New York und Genf. Auf der Grund­lage dieser Erfah­rungen diskutierte sie, wie die Rolle der UN in der inter­nationalen Politik wieder ge­stärkt werden kann. Sie zeigte auf, wie die fünf ständigen Mit­glieder im UN-Sicherheits­rat zu der UN stehen und betonte, dass alle Mitglied­staaten gemeinsam die Instru­mente der UN Charta im Rahmen ihrer Möglichkeiten ausschöpfen sollten. Darauf basierend diskutierte sie Anfor­derungen an eine (deutsche) Außen­politik, die wirklich auf den Grund­sätzen der Charta basiert. Darüber hinaus erörterte sie Möglich­keiten, die in der Charta der Vereinten Nationen vorgesehenen Mecha­nismen zu aktivieren, und ging auf die im Dezem­ber 2026 anste­hende Wahl einer neuen General­sekretärin oder eines neuen UN-General­sekretärs ein. 

Im Anschluss an ihren Vor­trag tauschte sie sich mit den Wissen­schaftler*­innen am PRIF über deren Perspek­tiven auf die UN aus.