Changing Ethics of Human Remains

Neuer Sammelband von Mitherausgeber Jonatan Kurzwelly erschienen

Jonatan Kurzwelly hat gemeinsam mit Regina F. Bendix den Sammelband Changing Ethics of Human Remains herausgegeben. Der Band ist im Universitätsverlag Göttingen erschienen und ist ab sofort online verfügbar.

Im Zentrum des Buches steht der Umgang mit menschlichen Überresten in akademischen Institutionen und Sammlungen. Der Sammelband setzt sich mit den daraus resultierenden ethischen Fragen auseinander, die sich aus kolonialen Unrechtsgeschichten, umstrittenen wissenschaftlichen Praktiken, Provenienzforschung und Restitutionsprozessen ergeben. Dabei geht es auch um den Wandel im Verständnis menschlicher Überreste: von wissenschaftlichen Sammlungsobjekten hin zu Menschen, deren Würde, Geschichte und Beziehungen zu Nachfahren neu anerkannt werden.

Der Sammelband beleuchtet diese Fragen aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven und anhand internationaler Fallstudien. Die Beiträge untersuchen unter anderem, wie sich rechtliche, kulturelle und diplomatische Praktiken im Umgang mit menschlichen Überresten verändern. Außerdem geht es darum, welche Verantwortung wissenschaftliche Disziplinen und Institutionen tragen und welche ethischen Herausforderungen bei der Aufbewahrung, Erforschung und möglichen Rückgabe solcher Überreste bestehen.

An dem Band haben Autor*innen aus verschiedenen fachlichen und institutionellen Kontexten mitgewirkt. Einzelne Beiträge befassen sich unter anderem mit der Ontologie und Ethik menschlicher Überreste in institutionellen Sammlungen, mit Indigenous Diplomacy und Souveränitätsfragen, mit Rückführungsprozessen aus Deutschland sowie mit ethischen Fragen der Forschung und des musealen Umgangs mit menschlichen Überresten.

Am 26. Juni um 11 Uhr (CET) wird der Sammelband im Rahmen einer Online-Veranstaltung vorgestellt. Auf dem Programm stehen Beiträge von Prof. Regina F. Bendix, Dr. Jonatan Kurzwelly, Dr. Te Herekiekie Herewini und Dr. Richard Hölzl sowie eine anschließende Fragerunde.