Vom 11. bis zum 21. Mai 2026 nahm Patrick Flamm als Berater der Deutschen Delegation an der 48. Konsultativtagung zum Antarktis-Vertrag (Antarctic Treaty Consultative Meeting, ATCM) in Hiroshima, Japan teil. Per Einstimmigkeitsprinzip werden bei den jährlich stattfindenden Treffen sämtliche Regeln und Maßnahmen beschlossen, die in der Antarktis Geltung haben. Der Antarktisvertrag und das dazugehörende Umweltprotokoll schützen dabei die Antarktis als ein „Naturreservat, das dem Frieden und der Wissenschaft gewidmet ist.“ Dieses Jahr scheiterte eine Initiative, den gefährdeten Kaiserpinguin als gesondert geschützte Art auszuweisen, am Widerstand Russlands und Chinas.
Patrick Flamm hatte die Gelegenheit diese Erfolge und Herausforderungen von Antarktischer Diplomatie in zwei öffentlichen Veranstaltungen näher zu beleuchten und mit internationalen ExpertInnen zu diskutieren. Beide Nebenveranstaltungen wurden vom Polar Cooperation Research Centre (PCRC) der Kobe Universität, Japan, organisiert. Am 10. Mai hielt Flamm einen Vortrag zum Thema „Frieden und friedvolle Nutzung der Antarktis“ im Hiroshima Peace Memorial Museum und am 22. Mai diskutierte er im Rahmen des Antarctic Public Symposium “Achievements at Hiroshima, and Remaining Challenges for the Incheon ATCM” zum Thema “Geopolitisierung Antarktischer Governance” im Awaji Yumebutai International Conference Center, Japan.