PRIF Studien

Die „Studien des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konflikt­forschung“ erschei­nen seit 1979 (ab 2017 bei Springer VS ). Die Bei­träge der Reihe präsen­tieren, neben grund­legen­den Forschungs­ergeb­nissen unserer Wissen­schaftler*innen, Bei­träge zum friedens- und sicherheits­politischen Diskurs oder erschei­nen als Begleit­­publika­tionen zu den wissen­schaftlichen Tagungen des Instituts. Die Studien unter­liegen einem externen Gutachter­­verfahren.

Die militärische Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland


| 1980
Bielfeld, Carola; Schlotter, Peter (1980): Die militärische Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland. Einführung und Kritik, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-32785-6

Die Studie enthält eine detaillierte Kritik der Militärstrategie der NATO, eine ausführliche Bestandsaufnahme der Rüstungswirtschaft in der Bundesrepublik und eine kritische Darstellung der politischen und ökonomischen Bestimmungsfaktoren für die Rüstungspolitik. Die Gleichung Verteidigung + Entspannung = Sicherheit wird am Beispiel der MBFR-Verhandlungen überprüft und als Aufrüstung trotz Entspannung bei weniger Sicherheit kritisiert. Abschließend werden einige konzeptionelle Überlegungen zu Fortschritten in der Entspannungspolitik und zur Umstellung von militärischer auf zivile Produktion angestellt. Das Buch ist eine allgemeinverständliche Einführung in die komplizierte Problematik der militärischen Sicherheitspolitik der Bundesrepublik aus der Sicht der Friedensforschung.

Rüstungskontrolle aus sowjetischer Sicht


| 1980
Tiedtke, Stephan (1980): Rüstungskontrolle aus sowjetischer Sicht. Die Rahmenbedingungen der sowjetischen MBFR-Politik, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-32602-7 3-593-32602-7 3-593-32602-7
Ein wesentliches Defizit der Rüstungskontrolldebatte in der Bundesrepublik, das zugleich mitverantwortlich ist für die Erfolglosigkeit der Wiener Verhandlungen über Truppen- und Rüstungsreduzierungen in Europa (MBFR), besteht in der Nichtbeachtung der Rahmenbedingungen sowjetischer MBFR-Politik. In der Studie werden gesellschafts-, militär- und bündnispolitische Bedingungen der sowjetischen militärischen Entspannungspolitik untersucht. Dabei richtet sich das Interesse darauf, welche Auswirkungen diese Politik auf die intersystemaren Bemühungen um eine militärische Entspannung haben, wie sie in Wien für Mitteleuropa angestrebt wird. In diesem Zusammenhang werden die neueste Entwicklung des konventionellen Rüstungswettlaufs und die innersowjetische militärpolitische Diskussion bewertet.

Wirtschaft und Politik in den sowjetischen Westbeziehungen


| 1980
Stehr, Uwe (1980): Wirtschaft und Politik in den sowjetischen Westbeziehungen. Eine empirische Analyse zu Problemen der Ost-West-Kooperation, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-32786-4
Von der ökonomischen Ost-West-Kooperation haben beide Seiten mehr erwartet. Die anfänglichen Wachstumsimpulse sind ins Stocken geraten, der Austausch von Waren und technischem Wissen droht zu stagnieren. Heute wird mehr von den Schwierigkeiten als von den Aussichten der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ost und West gesprochen. Die Beteiligten machen dafür zwar auch ökonomische, in erster Linie aber politische Gründe verantwortlich - allerdings mit je unterschiedlichen Wahrnehmungen und Bewertungen. Die Studie behandelt die sowjetische Sicht der Problematik, wie sie sich im Zeitraum 1974-1977 entwickelt hat. Sie geht auf die politischen und wirtschaftlichen Ziele der sowjetischen West-Kooperation ein, stellt die Reaktionen auf westliche Befürchtungen und Risikoerwägungen dar und untersucht die Strategien, die in der UdSSR zur Überwindung der Kooperationshindernisse vorgeschlagen werden. Auf dieser Basis gibt die Studie eine Einschätzung darüber, welchen Stellenwert der Westhandel im politischen Kalkül der Sowjetunion einnimmt. Die Analyse stützt sich außer auf regierungsamtliche Materialien im wesentlichen auf Beiträge aus der innersowjetischen Diskussion, die in Fachzeitschrifften geführt wird.

Frankreich und die NATO


| 1979
Sirjacques, Francoise (1979): Frankreich und die NATO, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-32368-0

Seit der Präsidentschaftswahl des Jahres 1974 wird viel und häufig über die Zielsetzung der französischen Sicherheitspolitik spekuliert: Fortsetzung der gaullistischen Unabhängigkeitspolitik oder Rückkehr in die NATO-Militärorganisation? Die Studie analysiert die spezifischen Interessen der Hauptträger der französischen Sicherheitspolitik: Armee, Rüstungsindustrie und politische Parteien im Hinblick auf die Definition verteidigungspolitischer Zielsetzungen. Es zeigt sich, daß es diese spezifischen Interessen sind, die den Willensbildungsprozeß bei der Festlegung der Sicherheitspolitik weitgehend bestimmen. Die Untersuchung erweist die Unhaltbarkeit jener Spekulationen über eine Rückkehr in die NATO. Die veränderte Interessenlage führt zu einer viel subtileren Neueingliederung in die westeuropäische Interessengemeinschaft. Damit entfällt zugleich die Grundlage der gaullistischen Unabhängigkeitspolitik.

Europäische Sicherheit und der Rüstungswettlauf


| 1979
Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (1979): Europäische Sicherheit und der Rüstungswettlauf, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 3-593-32370-2

Dieser Band enthält wichtige, zum Teil kontroverse Arbeitsergebnisse der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung zum Themenbereich Entspannung, Rüstung und Sicherheit. Die Auswahl will Anregungen für die öffentliche Diskussion geben, und ist zugleich als Textbuch für Seminare gedacht.