PRIF Studies

The “Studien des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konflikt­forschung” series has been published since 1979 (since2017 by Springer VS ). The series publishes fundamental research findings from the Institute, contributions to the peace and security discourse, and publications connected to PRIF’s scholarly conferences. The studies are subject to an external review process.

Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten


| 2004
Büttner, Christian; Mehl, Regine; Nauck, Mechthild; Schlaffer, Peter (2004): Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. Lebensumstände und Bewältigungsstrategien, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Sonderband .

In den Kriegs- und Krisengebieten der Welt sind Kinder am meisten beeinträchtigt. Als Opfer natürlicher Katastrophen oder kriegerischer Konflikte haben sie wenig Chancen zu überleben und werden in ihrer Entwicklung kaum unterstützt. Hilfe ist nötig, aber wie können wir betroffene Kinder schützen? Zu dieser Frage liefert der Band ausführliche Informationen: Wie es in den Herkunftsländern aussieht, welche Chancen Flüchtlingskinder auf eine Rückkehr in Frieden haben, wie sich die Kriegserlebnisse auf die Psyche der Kinder auswirken und welche Möglichkeiten sich pädagogisch und therapeutisch bieten, ihnen bei der Integration in eine friedlichen Gesellschaft zu helfen.

Wissen als Machtfaktor im Kalten Krieg


| 2004
Kubbig, Bernd W. (2004): Wissen als Machtfaktor im Kalten Krieg. Naturwissenschaftler und die Raketenabwehr der USA, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 50 .

Die Raketenabwehr war und ist ein zentraler - und umstrittener - Bereich amerikanischer Rüstungspolitik. Naturwissenschaftler und Ingenieure haben Abwehrwaffen nicht nur erfunden und gebaut, sondern gleichzeitig vor ihren Gefahren gewarnt. Mit ihrer einzigartigen Expertise haben sie als Ideen- und Wissensproduzenten die offizielle Politik mit beeinflusst. Bernd W. Kubbig untersucht auf der Basis bisher nicht ausgewerteter Archive die Rolle dieser Experten in den amerikanischen Kontroversen und ihre Pionierfunktion als Kommunikatoren im Kalten Krieg. Auf Grund der wissenssoziologischen Perspektive erscheint die Geschichte von Rüstungsdynamik und ihrer Kontrolle, aber auch die des Ost-West-Konflikts, in einem neuen Licht.

Russlands Westpolitik in der Krise 1992-2000


| 2003
Fischer, Sabine (2003): Russlands Westpolitik in der Krise 1992-2000. Eine konstruktivistische Untersuchung, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 43 .

Die wechselhafte Außenpolitik Russlands ließ in den 90er Jahren eine neue Frontstellung zwischen Ost und West befürchten. Viele Beobachter waren der Meinung, Russland betreibe auf der Basis eines "patriotischen Konsenses" eine nationalistische Außenpolitik.

Sabine Fischer zeigt in ihrer Analyse der außenpolitischen Diskurse, dass ein solcher Konsens in den 90er Jahren nicht existierte. Sie verdeutlicht, dass die extremen Schwankungen in der russischen Außenpolitik durch die Konkurrenz widerstreitender Ideen innerhalb eines Spektrums von ökonomischem Pragmatismus und geopolitischem Großmachtdenken bedingt wurden. Die Abschwächung dieser Ideenkonkurrenz seit dem Amtsantritt Wladimir Putins führte schließlich zu größerer außenpolitischer Stabilität.

Nichtregierungsorganisationen als Akteure internationaler Umweltverhandlungen


| 2003
Brühl, Tanja (2003): Nichtregierungsorganisationen als Akteure internationaler Umweltverhandlungen, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 42 .

In der internationalen Politik, vor allem bei der Formulierung und Umsetzung umweltpolitischer Vereinbarungen, sitzen zunehmend Nichtregierungsorganisationen (NGOs) mit an den Verhandlungstischen.

Tanja Brühl zeigt, dass diese Möglichkeit der Partizipation auf einem wechselseitigen Ressourcentausch beruht, in den die NGOs neben Wissen über Problemursachen und Lösungswege auch gesellschaftspolitische Macht und Reputation einbringen.

Die Konstruktion einer europäischen Außenpolitik


| 2002
Wagner, Wolfgang (2002): Die Konstruktion einer europäischen Außenpolitik. Deutsche, französische und britische Ansätze im Vergleich, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 41 .

Seit 1970 arbeiten die Mitgliedstaaten der EU auch in der Außenpolitik immer enger zusammen. Die Studie beleuchtet, wie nationalstaatliche Interessen und Identitäten, u. a. unterschiedliche politische Kulturen und machtpolitische Faktoren, dazu führen, dass die angestrebte Stärkung dieser Zusammenarbeit von Deutschland, Frankreich und Großbritannien in unterschiedlichem Maße vorangetrieben und unterstützt wird.

Staatliche Kontrolle und selbstregulative Steuerung


| 2002
Büttner, Christian; von Gottberg, Joachim (2002): Staatliche Kontrolle und selbstregulative Steuerung. Demokratische Willensbildung am Beispiel des Jugendmedienschutzes, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 40 .

Freie Information durch Medien ist eine Grundvoraussetzung moderner Demokratien. Medien vermitteln jedoch auch Inhalte, die sich gegen Grundwerte des Staates richten. Am Beispiel Jugendmedienschutz werden die rechtlichen und institutionellen Probleme der Medienkontrolle aufgezeigt. Gleichzeitig wird untersucht, wie Formen der Selbstregulierung und der staatlichen Aufsicht in ein demokratisches Verhältnis gebracht werden können.

Die Nuklearwaffenpolitik Großbritanniens und Frankreichs


| 2002
Wisotzki, Simone (2002): Die Nuklearwaffenpolitik Großbritanniens und Frankreichs. Eine konstruktivistische Analyse, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 39 .
ISBN: 3-593-37031-1

Trotz der Forderung nach nuklearer Abrüstung halten Großbritannien und Frankreich die atomare Abschreckung unerlässlich für ihre Verteidigungspolitik. Beide rechtfertigen dies aus stabilitäts- und friedensfördernden Gründen und behindern somit eine gemeinsame europäische Außen- und Sicherheitspolitik.

Forschen – Lehren – Lernen


| 2002
Büttner, Christian (2002): Forschen – Lehren – Lernen. Anregungen für die pädagogische Praxis aus der Friedens- und Konfliktforschung, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 38 .
ISBN: 3-593-37030-1

Friedensforschung als angewandte Sozialwissenschaft umfasst nicht allein Überlegungen zu "Friedenserziehung" und "Friedensfähigkeit", sondern auch die Frage nach der unmittelbaren Umsetzbarkeit ihrer theoretischen Überlegungen. Christian Büttner zeichnet die Entwicklung der Friedensforschung nach und stellt eine Friedensstrategie vor, die dem Anspruch gerecht zu werden versucht, Interventionsmöglichkeiten zur Förderung von Vertrauensbildung und zur Entwicklung von Kooperations- und Konfliktfähigkeit innerhalb der Gesellschaft zu entwerfen.

Neue Sicherheit in Europa


| 2002
Czempiel, Ernst-Otto (2002): Neue Sicherheit in Europa. Eine Kritik an Neorealismus und Realpolitik, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 37 .

Seit mehr als zehn Jahren wartet Europa auf seine politische Neuordnung. Sie wurde 1990 mit der Gründung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, der Vereinbarung über die konventionelle Abrüstung (KSE) und einem dazugehörigen ausgedehnten Rüstungskontroll- und Verifikationssystem begonnen. Dadurch entstand zwischen Atlantik und Ural eine präzedenzlose Grundlage gemeinsamer Sicherheit; eine der großen Kriegsursachen, die Ungewißheit über das Verhalten der Nachbarn, wurde beseitigt. Für die europäische Neuordnung gibt es also längst eine solide Basis - aber die Politik nimmt sie nicht wahr. Sie hat sich seit 1994 von dieser Grundlage abgewendet und die europäische Neuordnung wieder der Verteidigungsallianz der NATO anvertraut. Das Buch setzt sich mit diesen restaurativen Theorien und Strategien auseinander, die nicht nur die neue Sicherheit in Europa verfehlen, sondern auch die Chance vergeben, auf der durch die tägliche Zusammenarbeit des Militärs geschaffenen Grundlage umfassender Sicherheit eine moderne tragfähige Ordnung Gesamteuropas zu errichten.

Die Macht der Moral in der internationalen Politik


| 2001
Hasenclever, Andreas (2001): Die Macht der Moral in der internationalen Politik. Militärische Interventionen westlicher Staaten in Somalia, Ruanda und Bosnien-Herzegowina, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 36 .
ISBN: 3-593-36778-5

Welche Rolle spielt Moral in der internationalen Politik? An den Beispielen militärischer Interventionen westlicher Staaten in Somalia, Ruanda und Bosnien-Herzegowina geht der Autor dieser Frage nach und kommt zu dem Ergebnis, dass in allen drei Fällen die Entscheidung zum Einsatz nationaler Streitkräfte eine Reaktion auf massive Menschenrechtsverletzungen in humanitären Katastrophengebieten war. Vermittelt über Menschenrechtsprotagonisten und Medien sehen sich gewählte Regierungen mit der Erwartung konfrontiert, etwas zum Schutz unschuldiger Opfer von Gewalt und Not zu unternehmen. Insofern sie ihre Zurückhaltung nicht öffentlichkeitswirksam begründen können, entsprechen sie dieser Erwartung und schicken Soldaten.