PRIF Studies

The “Studien des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konflikt­forschung” series has been published since 1979 (since2017 by Springer VS ). The series publishes fundamental research findings from the Institute, contributions to the peace and security discourse, and publications connected to PRIF’s scholarly conferences. The studies are subject to an external review process.

Theorien des Friedens und des Krieges


| 2010
Nitz, Stephan (2010): Theorien des Friedens und des Krieges. Kommentierte Bibliographie zur Theoriegeschichte. Band I: Altertum bis 1830, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Nr. 7 .
ISBN: 978-3-8329-5186-3

Ausführlich referierende Bibliographie der Quellen und Sekundärliteratur zu den Friedensideen der Weltreligionen und zur europäischen philosophischen, theologischen, naturrechtlichen Tradition von Platon bis Hegel, von Thukydides bis Clausewitz. Die erste detaillierte Übersicht auf dem Niveau der gegenwärtigen Philosophiegeschichte. Weitere Bände werden die Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert darstellen.

Erzwungene Demokratie


| 2010
Grimm, Sonja (2010): Erzwungene Demokratie. Politische Neuordnung nach militärischer Intervention unter externer Aufsicht, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 978-3-8329-5028-6

Die internationale Staatengemeinschaft überwacht in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo, in Afghanistan und im Irak den Aufbau von Rechtsstaat und Demokratie. Jedoch: Lässt sich Demokratie erzwingen? Der Band untersucht systematisch die Legalität, Legitimität und Effektivität der externen Demokratisierung nach militärischer Intervention von 1945 bis heute und zeigt die damit verbundenen Dilemmata auf.

Verfassung im Kraftfeld von Krieg und Frieden


| 2009
Koch, Cordelia (2009): Verfassung im Kraftfeld von Krieg und Frieden. Von der konkurrenz- zur konkordanzdemokratischen Verfassung im Libanon, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 978-3-8329-3646-4

Nach der Theorie von der Konkordanzdemokratie ist in heterogenen Staaten eine Machtteilung zwischen gesellschaftlichen Segmenten für eine friedliche Konfliktaustragung notwendig. 

Diese primär juristische Studie zum Libanon zeigt, wie sich die konfessionelle Machtteilung im politischen System verankert hat und seit 1990 sogar die Verfassungsstruktur prägt. Es wird gleichzeitig deutlich, dass die konfessionelle Konkordanzdemokratie zur Gewaltneigung des libanesischen Systems beigetragen hat.

Demokratie und Gewalt im Heiligen Land


| 2008
Baumgart-Ochse, Claudia (2008): Demokratie und Gewalt im Heiligen Land. Politisierte Religion in Israel und das Scheitern des Osloer Friedensprozesses, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 2 .
ISBN: 978-3-8329-3742-3

Politisierte religiöse Akteure können die Friedensneigung von Demokratien gefährden. Die Forschung zum demokratischen Frieden, fest verankert in der Säkularisierungstheorie der liberalen Moderne, hat dies bisher ausgeblendet. Die Fallstudie zeigt, wie die religiöse Siedlerbewegung in Israel das demokratische System nutzte, um den Osloer Friedensprozess zu behindern.

Die Transformation der Streitkräfte im 21. Jahrhundert


| 2008
Helmig, Jan; Schörnig, Niklas (2008): Die Transformation der Streitkräfte im 21. Jahrhundert. Militärische und politische Dimensionen der aktuellen "Revolution in Military Affairs", Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 54 .

Hightech-Waffensysteme, wie die USA sie im Irak einsetzten, sind aus aktuellen Konflikten nicht mehr wegzudenken. Viele Staaten folgen dem Vorbild der USA, vor allem bei der Vernetzung der einzelnen Einheiten mit modernster Kommunikationselektronik. Dies verändert grundlegend den Charakter der Streitkräfte und deren Art der Kriegsführung. Der Band erläutert die verschiedenen Dimensionen dieses Wandels aus technischer, organisatorischer, strategischer sowie politischer Perspektive.

Turbulente Stabilität


| 2008
Wolff, Jonas (2008): Turbulente Stabilität. Die Demokratie in Südamerika diesseits ferner Ideale, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 1 .
ISBN: 978-3-8329-3388-3

Wie ist das Überleben der Demokratie unter widrigen Bedingungen zu erklären? Im Zentrum der Studie steht mit Südamerika eine Region, die wie keine andere Demokratie, Massenarmut und extreme soziale Ungleichheit vereint. An den Beispielen Argentiniens und Ecuadors wird untersucht, wie Demokratien, die von demokratietheoretischen Idealen drastisch abweichen, nach schweren Krisen politische Stabilität und sozialen Frieden wiederherstellen. Die Arbeit sichtet kritisch die Forschung zum Verhältnis von Demokratie und sozialem Frieden, analysiert die Zusammenhänge des demokratischen sozialen Friedens „niedriger Intensität“ in Südamerika und wendet diese Perspektive auf Argentinien und Ecuador an. Die Untersuchung der Konfliktdynamiken in den beiden Ländern enthält detaillierte Analysen der argentinischen Arbeitslosenbewegungen und der indigenen Bewegung Ecuadors. Die Diskussion der Kontrastfälle Bolivien und Chile erhärtet das Ergebnis: Demokratie- und Friedenstheorie müssen informelle Politikmuster und politökonomische Hintergrunddynamiken in den Blick nehmen, wollen sie den demokratischen sozialen Frieden in Südamerika verstehen.

Demokratie und Frieden


| 2008
Eberl, Oliver (2008): Demokratie und Frieden. Kants Friedensschrift in den Kontroversen der Gegenwart, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .
ISBN: 978-3-8329-3892-5

Kants Friedensschrift wurde niemals nur als "philosophischer Entwurf" gelesen. Konkrete politische Interessen spielten durch zwei Jahrhunderte hinweg bei ihrer Auslegung eine wesentliche Rolle. Die Arbeit erörtert, warum sie heute fälschlich zur Rechtfertigung militärischer Interventionen und globaler Verstaatlichung herangezogen wird und legt eine alternative Interpretation vor.

Der Wehrbeauftragte im Transformationsprozess


| 2008
Rosenow, Dörthe (2008): Der Wehrbeauftragte im Transformationsprozess. Vom Kontrolleur zum Ombudsmann, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Nr. 3 .
ISBN: 978-3-8329-3791-1

Im Transformationsprozess der Bundeswehr verliert der Wehrbeauftragte zunehmend seine Kontrollfunktion. Stattdessen nimmt er eine Schutz- und Verteidigungshaltung ein. Diese Studie zeigt auf, welche Gründe es für diesen Funktionswandel gibt: "Betriebsblindheit", Identifikation, Militäraffinität und ein sicherheitspolitischer Konsens im Bundestag.

Schattenseiten des Demokratischen Friedens


| 2007
Geis, Anna; Müller, Harald; Wagner, Wolfgang (2007): Schattenseiten des Demokratischen Friedens. Zur Kritik einer Theorie liberaler Außen- und Sicherheitspolitik, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung : Campus .

Demokratien wirken friedenssichernd - davon wird in Anlehnung an Kants »Zum ewigen Frieden« vielfach ausgegangen. Übersehen wird dabei, dass Demokratien durchaus »humanitäre Interventionen« oder Demokratisierungsfeldzüge durchführen. Der Band geht diesen Schattenseiten liberaler Friedens- und Sicherheitspolitik nach und führt vor Augen, dass es neben »pazifistischen« auch »militante« Demokratien gibt.

Macht und Ohnmacht internationaler Institutionen


| 2007
Hasenclever, Andreas; Wolf, Klaus Dieter; Zürn, Michael (2007): Macht und Ohnmacht internationaler Institutionen, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung .

Internationale Institutionen wie die UNO sind als Instrumente einer friedlichen Weltpolitik gedacht. Doch häufig erweisen sie sich als zu schwach, um Kriege wie in Ruanda, auf dem Balkan oder im Irak zu verhindern. Der Band analysiert, was internationale Institutionen bei der Bearbeitung solcher politischer Konflikte leisten können und wie sie beschaffen sein müssen, um ihre Aufgaben in der sich rasant verändernden Weltgesellschaft erfüllen zu können.