Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg hat eine komplexe Motivlage sichtbar gemacht und gleichzeitig starke emotionale und gesellschaftliche Reaktionen ausgelöst. Besonders Menschen mit Migrationsgeschichte waren im Nachgang vermehrt Anfeindungen, Bedrohungen und Hassbotschaften ausgesetzt. Im dritten Webtalk beleuchtet das Team vom Transfervorhaben RADIS, welche gesellschaftlichen Nachwirkungen solche Gewalttaten entfalten können und wie sie sich in Form sogenannter Resonanzstraftaten äußern, also Straftaten, die in zeitlichem oder thematischem Zusammenhang mit einem Anschlag stehen und häufig politisch motiviert sind.
Gemeinsam mit LAMSA e.V. diskutieren wir, welche Erfahrungen Migrant*innen nach dem Anschlag in Magdeburg gemacht haben, welche Formen der Unterstützung als hilfreich erlebt werden und wo Handlungsbedarf und Lücken bestehen. Diskutiert wird auch, wie Polizei und Sicherheitsbehörden solche Taten erfassen, ob politische Motivlagen ausreichend berücksichtigt werden und welche Herausforderungen sich in diesem Zusammenhang zeigen.
Die RADIS Webtalkreihe „Getroffene Orte – Lokale Strategien im Umgang mit islamistischer und rassistischer Gewalt“ bietet die Gelegenheit, mit Expert*innen aus Wissenschaft, Prävention und politischer Bildung ins Gespräch zu kommen. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, gemeinsam dem Violence Prevention Network, dem Institut für interdisziplinäre Konflikt-und Gewaltforschung sowie LAMSA e.V. Perspektiven, Herausforderungen und notwendige Maßnahmen zu diskutieren.
Wann: Dienstag, 16. Dezember 2025, 16:00–17:30 Uhr
Wo: Online via Zoom
Weitere Informationen sowie Möglichkeiten zur Anmeldung finden sich online auf der Veranstaltungsseite von RADIS.