Die Forschungen zu Nachkriegszeiten des 20. Jahrhunderts haben in den letzten Jahren einen Boom erlebt, und vor allem der Nachkriegszeit nach 1945 wird auch in der breiteren Öffentlichkeit ein großes Interesse entgegengebracht. Deutlich anders sieht es beim Blick auf Nachkriegszeiten vor dem 20. Jahrhundert und insbesondere in der Vormoderne aus. Diese haben bislang kaum die Aufmerksamkeit der Geschichtswissenschaft wie auch anderer Disziplinen gefunden. Dadurch sind Nachkriegszeiten bislang auch nicht in epochenübergreifender und systematischer Weise zum Gegenstand der Forschung gemacht worden.
Auf dem Workshop sollen daher mit dem Dreißigjährigen Krieg und dem 2. Weltkrieg zwei „paradigmatische“ Kriege der Frühen Neuzeit und des 20. Jahrhunderts mit Blick auf ihre jeweilige Nachkriegszeit diskutiert und miteinander verglichen werden. Durch eine historisch-vergleichende wie auch interdisziplinäre Perspektive soll das Potential einer Erforschung von Nachkriegszeiten in Moderne und Vormoderne ausgelotet werden. Im Rahmen des Workshops werden im Besonderen zwei miteinander verbundene Dimensionen von Nachkriegszeiten diskutiert: Zum einen wird der Blick auf Temporalitäten von und in Nachkriegszeiten gerichtet. Zum anderen sollen Re/Konstruktionen von und in Nachkriegszeiten diskutiert werden. In der ersten Sektion spricht PRIF Researcher Hendrik Simon zu „1648 – 1815 – 1945: Zur Dialektik von (Nach-)Krieg und normativer Ordnung“.
Wann: 13.02. (14:00 Uhr) bis 14.02.2025
Wo: Historischer Peterhof, Niemensstraße 10, 79098 Freiburg
Das vollständige Konferenzprogramm sowie Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie auf der Website der Universität Freiburg.